50 Jahre nach ihrem Abitur haben sich am Samstag, 16.05.2026 neun ehemalige Schüler*innen des Abitur-Jahrgangs 1976 im Wilhelm-Gymnasium getroffen, um Erinnerungen an ihre gemeinsame Schulzeit auszutauschen. So wurde u.a. an einen Vorfall mit einem steinernen Schornstein erinnert, der bei einem Sturm von unserem Schuldach aus auf den Lehrerparkplatz gestürzt ist. Beim gemeinsamen Gang durch das Gebäude wurde in Augenschein genommen, wie sich unser Schulgelände in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Dabei wurde u.a. unser wunderbar gestalteter Schulgarten gelobt, während der große Trinkwassserbrunnen, der einst mitten auf unserem Schulhof gestanden hat, vermisst wurde. Es ist erfreulich, dass sich der „Goldene Abitur-Jahrgang“ auch 50 Jahre nach seinem Abitur weiterhin mit „seinem Wilhelm-Gymnasium“ verbunden fühlt.

Für Sa, 30.05.2026 ab 15:30 Uhr lädt unser Ehemaligenverein alle ehemaligen Schüler*innen und Lehrer*innen ein zu einem großen Ehemaligentreffen in unserer Aula. Wer teilnehmen möchte, meldet sich bitte an unter . Alle Ehemaligen unserer Schule sind herzlich willkommen.

Text + Fotos: W. Bartsch

Wie wichtig es ist, Erste Hilfe leisten zu können, haben die Schüler:innen unseres 7. Jahrgangs erfahren: Unter Anleitung von zwei unserer Schulsanitäterinnen haben sie gelernt, wie man sich im Ernstfall verhält und die stabile Seitenlage und die Herzdruckmassage geübt.
Ein ganz großer Dank geht an Charlotte und Eleonore, die das Konzept im letzten Jahr entwickelt und im ganzen 7. Jahrgang professionell durchgeführt haben, sowie an Frau Heider, die die Erste-Hilfe-AG leitet!

Am Montag veröffentlichte Magnus Ebel aus dem 13. Jahrgang seinen Artikel in der F.A.Z. über die Firma Knappworst aus Braunschweig. Herzlichen Glückwunsch an Magnus zu dieser weiteren Publikation!

Und hier geht es zum Artikel: “Ein Knappworst wirft die Flinte nicht ins Korn”

Viel Freude bei der Lektüre im Namen des Projektes „Jugend schreibt“!

Am 20. April 2026 war unsere Schule Gastgeber eines hochinteressanten Vortrags: Professor Dr. Thorsten Burkard referierte zum Thema „Plinius – Negotium und Otium” vor rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörern.

Unter den Gästen befanden sich Vertreterinnen und Vertreter des Ehemaligenvereins, Schülerinnen und Schüler des Lessingsgymnasiums, des Goethegymnasiums sowie des Gymnasiums im Schloss und weiterer Schulen. Darüber hinaus waren die Vorsitzende des Altphilologenverbandes, Frau Sommer, sowie Vertreter der Maximilian-Garzmann-Stiftung zugegen. Die organisatorische Leitung oblag Herrn Conrad. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch eine Einleitung von Herrn Bartsch und Herrn Duwe.

Der Vortrag widmete sich dem Leben und Werk des Plinius des Jüngeren, einem der herausragendsten Politiker, Redner und Schriftsteller des römischen Reichs um 100 n. Chr. Als Anwalt, Senator und Konsul sowie später als Statthalter in der heutigen Türkei verkörperte Plinius in besonderer Weise das Spannungsfeld zwischen öffentlichem Pflichtleben – dem „Negotium” – und intellektueller Muße – dem „Otium”. Professor Dr. Burkard analysierte anhand ausgewählter Briefe die vielschichtige Persönlichkeit des Plinius. Im Bereich des politischen Lebens stand der schwierige Umgang mit der Tyrannenherrschaft Domitians im Vordergrund: Plinius reflektiert in seinen Briefen offen seine eigene Rolle als Mitläufer und thematisiert, wie ein rechtschaffener Mann unter einer Schreckensherrschaft handeln kann und soll. Daneben beleuchten die Briefe das gesellschaftliche Leben Roms, etwa den Umgang mit Freundschaft, Gastfreundschaft und gesellschaftlichen Pflichten.

Schließlich gewährte Professor Dr. Burkard auch Einblicke in Plinius’ literarische und rhetorische Überzeugungen: Anders als die damals verbreitete Kürze bevorzugte Plinius eine ausführliche, vielschichtige Darstellung, die sämtliche Aspekte eines Themas erfasst und ein möglichst breites Publikum anspricht. Ein besonderer Akzent lag dabei auf der Selbstdarstellung des Plinius, die Professor Dr. Burkard als ein frühes Beispiel gezielter öffentlicher Repräsentation deutete.

Wir danken Professor Dr. Burkard herzlich für seinen aufschlussreichen Vortrag sowie allen Gästen für ihre Teilnahme.

Carlotta und Lasse Schimanski, 11a

Am 16. März 2026 fand das dritte Fastenbrechen an unserer Schule statt. Nach einem Kurzvortrag zum Ramadan hat Frau Rueß von der Koordination Kinderarmut der Stadt Brauschweig uns für Kinderarmut sensibilisiert. Im Anschluss haben wir gemeinsam im Remter mit einem vielfältigen Buffet und großzügigen Kuchenspenden das Fasten gebrochen, das mit dem Gebetsruf durch einen Muezzin eingeleitet wurde. Den Abend haben wir mit netten Gesprächen ausklingen lassen.

Fotos und Bericht: Fiona Thiele (10m2) und Herr Öztürk (Leiter der Kultur-AG)

 

Zum Fastenbrechen gibt es auch einen Beitrag im WGtarier!

 

Am 13.04. besuchte der WN Kurs 9 im Rahmen des Unterrichts ein Krematorium. Dort erhielten wir eine interessante und informative Führung, bei der uns die Abläufe vor Ort anschaulich erklärt wurden.

Trotz des eher schwierigen Themas Tod und Endlichkeit konnten wir viele Fragen stellen, die offen beantwortet wurden. Der Besuch bot wertvolle Einblicke und trug dazu bei, ein besseres Verständnis für die Abläufe und den würdevollen Umgang mit dem Thema Tod zu entwickeln.

Foto und Text: W. Ulbricht

Wenige Tage nach der großen Gedenkfeier zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald waren vier Geschichtskurse des 12. Jahrgangs des WG in der Gedenkstätte und haben einen nachdrücklichen Eindruck des unvorstellbaren Grauens erhalten, das Menschen einander dort ab 1937 zugefügt haben.

Die Größe des Geländes, die Begehung der Orte des Schreckens, die Ausmaße und Perversion dieser Terrororganisation sowie die mit zahlreichen biografischen Details durchsetzten Informationen unserer Gruppenbegleiter waren eine emotionale Herausforderung.

Gut, dass so viele Schülerinnen und Schüler sich dies zugemutet haben – die Eindrücke werden nachwirken und hoffentlich unser Handeln langfristig prägen.

Eike Conrady, Fachgruppe Geschichte

Ein Zwischenbericht zum Stand des Hilfsprojekts

Zusammen mit zwei Lehrerinnen aus Wolfsburg bin ich in Makueni-County im Hilfsgebiet von „Wasser für Kenia“ im Südosten des Landes. Meine spezielle Zielstellung ist es, die Baustelle für den vom Wilhelm-Gymnasium durch Spenden mitfinanzierten Mwaniamboo-Sanddamm kennenzulernen und den Baufortschritt zu dokumentieren. Der Ausgangspunkt für diverse Offroad-Fahrten in das Busch- und Farmland ist die Stadt Wote.

ADSE, eine Entwicklungsorganisation der anglikanischen Kirche in Südostafrika, ist ausführender Partner von Seiten Kenias und fährt mich an vier Tagen in das Projektgebiet hinein.

Bedingt durch den Klimawandel gibt es seit 2018 in diesem Jahr erstmals wieder eine Regenzeit, die dieses Mal äußerst heftig mit Überflutungen und leider auch vielen Toten ausfällt. Insofern sind auch die Autofahrten mehr als beschwerlich.

Aufgrund der starken Wasserführung aller Flüsse kann der Sanddamm erst im Juni/Juli unmittelbar begonnen werden. Alle Vorbereitungen sind bereits getroffen, teilt mir der Chairman Urbanus Kava bei meinen Interviews und Dreharbeiten mit.

Neben dem Besuch des größten Sanddamms in Kenia – dem Ivooni-Sanddamm – erlebe ich die seit 2023 überglücklichen Kleinbauern, die dank der Bewässerungsmöglichkeit nunmehr Bananen, Papaya, Zuckerrohr, Tomaten, Mais, Avocado und andere Kulturen anbauen können. Für die Menschen hier hat sich dadurch enorm viel im Leben verändert.

Im Verlaufe der ersten Woche in Kenia besuchen wir insgesamt 9 Schulen, die alle Dachregenfanganlagen, Farmponds für ihre Schulgärten und einen holzsparenden Ofen für die Schulspeisung als Beitrag gegen den Klimawandel haben. Herzlichste, sehr interessante Gespräche, Erlebnisse und Eindrücke prägen diese Begegnungen an den Primary Schools.

Für die Menschen sind diese drei elementaren Voraussetzungen überlebenswichtig: 1. Wasser, 2. Nahrung und 3. Bildung. Und wir dürfen als Schulgemeinschaft ein wenig stolz darauf sein, dass wir diesen Menschen ein wenig Unterstützung zukommen lassen können.

Und ganz am Rande der Fahrt erlebe ich noch einmal die Schönheit des höchsten freistehenden Berges der Erde – des Kilimandscharos (5.895 m) – den ich auf den Tag genau vor 16 Jahren für einen kurzen Moment einmal komplett unter meinen Füßen hatte.

Dr. Jürgen Gericke