Gestrandete Wale mit dem Bauch voller Plastikmüll, ein Strand voller Tüten und leerer Plastikbehälter. Bilder, die es so zwar nicht in Braunschweig gibt und uns doch allen bekannt sind, da sie sinnbildlich für das weltweite Problem der Plastikverschmutzung stehen. Also alles sauber an Braunschweigs Gewässern?

Im Rahmen des Citizen-Science-Aktion “Plastic Pirates – Go Europe!” haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7c und 7c bewiesen, dass dies nicht der Fall ist. An den Untersuchungsorten Löwenwall und Museumspark fanden sie innerhalb kürzester Zeit kiloweise Plastikmüll. Besonders überraschend war die Erkenntnis, dass der Großteil dieses Mülls nicht auf den ersten Blick zu sehen ist. Zudem wurde die Strömungsgeschwindigkeit der Oker gemessen und mithilfe eines speziellen Netzes Mikroplastik im Wasser gesammelt. Die Ergebnisse wurden dokumentiert und nun an ein kooperierendes Forschungsinstitut in Kiel gesendet. Somit leisteten die Schülerinnen und Schüler in ihrem Erdkunde-Unterricht einen konkreten Beitrag zur wissenschaftlichen Bearbeitung dieses Problems.

Vielen Dank an die Klassen 7c und 7d für das Engagement zum Schutz der schulnahen und schulfernen Umwelt!

L. Zimmermann

Das MINT-Erdkunde-Praktikum in diesem Schuljahr ist ein besonderes – in jeder Unterrichtseinheit wird ein geographischer Standort in Braunschweig zu Fuß aufgesucht. Vor Ort gibt es dazu einen thematischen Vortrag – alles Besprochene kann „live und in Farbe“ betrachtet, erfasst und berührt werden. Der Rogenstein vom Nußberg, der Velpker Sandstein oder der Elmkalk – all‘ das konnte in Braunschweig auf- und wiedergefunden werden – am Dom, am Schloss, am Rathaus und an vielen anderen Orten. Auch die Oker, die Teiche in Riddagshausen, Schloss Richmont, Viewegs Garten und der Hauptbahnhof, das Ringgleis, der Portikus im Bürgerpark und die Maschinenhalle des Flusswasserwerkes standen auf dem Exkursionsplan.

Und es wird noch weitergehen – auf zu neuen Ufern – inmitten von Braunschweig.

A.E.Kapsch