Ben Fischer konnte sich mit seiner herausragenden Präsentation zum Thema „Wie findet ein Navi den schnellsten Weg?“ gegen 6000 Konkurrenten durchsetzen.
Angefangen hat alles im Jugend präsentiert-Unterricht in der 8. Klasse. Dort hat jede Schülerin und jeder Schüler mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil eine Einzelpräsentation im Rahmen eines Schulwettbewerbs gehalten. Ben wurde zusammen mit einem Mitschüler als Klassenbester gekürt und ist dann im Schulfinale gegen die anderen Klassenbesten angetreten. Hier wurde Ben bereits als Schulsieger gekürt und durfte dann ins Länderfinale von Jugend präsentiert einziehen. Auch hier war er so erfolgreich, dass er ins Bundesfinale ziehen durfte.
Alle TeilnehmerInnen am Bundesfinale erhielten zunächst in einer zweitägigen Präsentationsakademie u. a. ein individuelles Coaching und das Oberthema („Raum“) genannt. Ben überlegte sich dann sein Thema und hat über zwei Monate (mit Pausen) an seiner Präsentation gearbeitet. Zunächst hat er eine Onlinepräsentation abgegeben, die in den Tagen vor dem Bundesfinale bewertet wurde. In Berlin hat er dann (zusammen mit 120 anderen Teilnehmern) seine Präsentation live präsentiert. Mit beiden Präsentationen hat er die Jury so überzeugt, dass er als einer der sechs besten Präsentierenden für das große Finale nominiert wurde. Diese traten am nächsten Tag im großen Konzertsaal der Universität der bildenden Künste an.
Auch hier war Ben so mitreißend, dass er sowohl den Publikumspreis, als auch den 1. Preis durch die Jury erhalten hat. Herzlichen Glückwunsch!
Wie geht es weiter? Alle Erfolgreichen erhalten als Preis eine mehrtägige Reise nach Berlin mit einem Programm aus Einblicken in die Wissenschaft und dem Besuch von Kulturveranstaltungen spendiert. Und sie werden auch eingeladen, bei zukünftigen Jugend präsentiert Veranstaltungen, als JurorIn für Adressatenorientierung zu wirken – so wie z. B. unsere diesjährige Abiturientin Julia Mühlhausen, die auch in diesem Bundesfinale andere TeilnehmerInnen beurteilt hat.
Olaf Timme

Begonnen hat es in der Projektwoche im setzten Schuljahr. In dieser hat das Wahlpraktikum Informatik und der Informatikgrundkurs des jetzigen 13. Jahrgangs am Projekt „Make Your School“ teilgenommen. In diesen bundesweit stattfinden sogenannten Hack Days setzten sich Schüler*innen in Gruppen zusammen um in Informatikprojekten Ideen zur Verbesserung des Schulalltags zu entwickeln. Eines dieser Projekte ist das Projekt „Raumsupport“ des gleichnamigen Teams, bestehend aus Sophie Fürstenberg, Martin Müller und Matti Wiegand (siehe Bericht vom 17. Juli 2022).

Nachdem die Hack Days durchgeführt wurden, konnten sich alle Gruppen, die in Deutschland teilgenommen hatten, für die Teilnahme am Maker Festival in Berlin bewerben. 16 Teams wurden eingeladen, unter ihnen das Team Raumsupport. In Begleitung von Herrn Ewald fuhr das Team „Raumsupport“ am 9. September mit dem Zug nach Berlin. Am 10. September stellten alle Teams ihre Projekte in der KINDL Location der Öffentlichkeit und einer Jury vor, die die Preise in den Kategorien Innovation, Design und Nachhaltigkeit vergab.

Am Ende eines spannenden Tages war es dann soweit, und die Preise wurden verliehen. Die Freude war groß, als das Team Raumsupport als Gewinner des Innovationspreises aufgerufen wurde. Die Jury zeigte sich beeindruckt mit welchem Einsatz das Projekt seitens der Teammitglieder vorangetrieben wurde. Besonders hob sie hervor, dass das Projekt direkt den Schulalltag verbessern kann, immer noch weiterentwickelt wird und ein großes Potential hat. Konkret soll die Webanwendung, die aktuell auf einem „Raspberry Pi“ läuft, auf den Schulserver unserer Schule übertragen werden und dann für alle zur Verfügung stehen. Es gab auch schon eine Anfrage von einer anderen Schule… Wir sind sehr gespannt, was aus dem Projekt noch alles wird.

Siehe auch

https://www.makeyourschool.de/maker-festival/

https://regionalheute.de/braunschweig/braunschweiger-schueler-gewinnen-make-your-school-award-braunschweig-1662899487/

https://www.makeyourschool.de/presse/

Direkt zu Beginn des neuen Schuljahres konnte die Entscheidung, dass endlich wieder Fahrten und Exkursionen stattfinden dürfen, für einige Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des WGs dazu genutzt werden, die “documenta fifteen“ in Kassel zu besuchen.

Die 15. Ausgabe der weltweit als bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst bekannten documenta wurde hierbei von mehreren Kunstkursen sowie einem Philosophie-Kurs besucht, welche verschiedene ausgewählte Ausstellungsorte in einem Zeitraum von etwa fünf Stunden mal mehr, mal weniger beeindruckt besichtigen konnten. Dies fand zum Teil in der gesamten jeweiligen Kursgruppe statt, als auch in Kleingruppen zur freien Bewegung – der Vorteil: Jeder konnte mit seinem persönlichen documenta-Ticket den ÖPNV nutzen und so schnell zur nächsten gewünschten Ausstellung gelangen, um zahlreiche unterschiedliche Kunststile zu begutachten und für den späteren Gebrauch in den einzelnen Kursen zu reflektieren sowie zu interpretieren. So konnte der Tag in Kassel für alle effektiv genutzt werden. Lediglich die Mittagspause gestaltete sich aufgrund mangelnder oder sehr teurer Angebote in der Umgebung schwierig und konnte zu kalorienhaltigen Ergebnissen an der örtlichen Dönerbude führen.

Finn Siemonsen, Jg. 12

 

Selten wurde eine Ausstellung so kontrovers diskutiert. Selten waren die Vorwürfe so heftig, schienen die Kuratoren so ahnungslos und weltfremd. “Antisemita“ titelte Der Spiegel. „Abbruch“ forderten Politiker:innen. Und Ruangrupa, das für die documenta 15 und damit eine der größten Kunstveranstaltungen weltweit verantwortliche Künstler:innenkollektiv aus Indonesien? Gab sich in Kassel erst entspannt, dann gekränkt und letztlich empört. Sah sich in seinem Bemühen nicht gewürdigt, nicht verstanden. Die Sicht des sogenannten „globalen Süden“ auf den sogenannten „Westen“ wollte man ausstellen, die Ablösung des werkschaffenden Einzelnen durch das arbeitsteilige, an einer gerechteren Welt arbeitende, füreinander sorgende Kollektiv (Lumbung-Prinzip genannt).

Der Ansatz ist ehrenwert. Die Kunstwelt wird durch westliche Standards und Kapitalinteressen definiert, ebenso Ökonomie und Politik. Ein gewisses Überlegenheitsgefühl prägte und prägt die Haltung Europas und Nordamerikas im Kontakt mit dem Rest der Welt. Kolonialismus und Sklavenwirtschaft, sagen Theoretiker der Postcolonial studies, seien keineswegs überwunden. Sie würden nur nicht mehr benannt. Unser Wohlstand sei das Ergebnis fortgesetzter Ausbeutung.

Nicht nur die Rohstoffe unserer digitalen Endgeräte werden unter höchst fragwürdigen Bedingungen in Staaten mit höchst fragwürdigen Regierungen abgebaut. Nicht nur unseren Müll verklappen wir nach Asien und Afrika und nennen es Recycling.

Auch und vor allem unser Blick auf den Rest der Welt ist, so die Postkolonialismus-Theorie, durch unsere Geschichte geprägt, d. h. konstruiert. Andere Kultur komme vor bestenfalls als Folklore oder naive Kunst. Der Rest der Welt erscheint so, wie wir ihn uns vorstellen und wie er uns in den Kram und unsere Unterhaltung passt.

Diese Perspektive aufzubrechen, ist ein Anliegen von Ruangrupa. Ein anderes, zu zeigen, dass Kunst politisch sein kann und muss, um erniedrigende gesellschaftliche Zustände zu verändern und den Alltag der Menschen zu verbessern. Ein drittes, dass der Werkstattcharakter und der Kontakt von Gleichgesinnten im künstlerischen Prozess wichtiger sind als das fertige Werk.

Leider hat Ruangrupa bei der Auswahl eines Teils der Kunstwerke nicht so genau hingesehen, und die Politik in Kassel sich von bunten Gewändern einlullen lassen. Es gab eindeutig antisemtische Elemente. Es gab ein riesiges Banner des Kollektivs Taring Padi, das trotz vorheriger Beteuerungen, man habe die Kritik verstanden, zwei Tage nach Ausstellungsbeginn auf- und nach einem Proteststurm wieder abgehängt wurde. Es gab und gibt immer noch ein Herumlavieren mit neuen Vorwürfen, das jeden kritisch Denkenden entsetzt. Antisemitismus ist keine tolerierbare Meinung.

Trotzdem muss man sagen: Es handelt sich um einen sehr kleinen Teil der Ausstellung. Forderungen nach einem Abbruch sind populistisch, ignorieren das ernsthafte Bemühen all der anderen Künstler:innen, die zu sehen sind, und setzen letztlich fort, was man dem Westen vorwirft: die Definitionshoheit über das zu beanspruchen, was gesehen werden darf und was nicht. Liberal ist nicht, die Auseinandersetzung zu beenden, sondern sie zu führen. Und Kunst kann mehr sein als ihre dilettantischen Verantwortlichen. Abbrechen hieße, den Kontakt verweigern. Das ist eine recht kindische Haltung. Dem Mündigen zutrauen, sich selbst ein Bild zu machen. Darauf kommt es an.

So war die Entscheidung, mit Schüler:innen nach Kassel zu fahren, aus unserer Sicht richtig. Sie ermöglichte für viele eine Erstbegegnung mit zeitgenössischer Kunst, eine Konfrontation mit einem nicht-westlichen Blick auf die westliche Welt und die Auseinandersetzung mit den eigenen Standards von Wahrnehmung.

Dr. Alexander Huber

Du bist nie sprachlos, Du liebst Sprachen, Du schreibst gern oder drehst gern Filme mit FreundInnen?
Dann schau Dir die Homepage vom Bundeswettbewerb Fremdsprachen an; da gibt es für jeden den passenden Wettbewerb. Link
Um Fragen zum Wettbewerb im Gespräch zu klären, schreibt mir gern eine Mail oder kommt die folgenden Montage (19.09. und 26.09.) zwischen 13:10 und 13:40 Uhr in die Bibliothek des Haupthauses.
Der Anmeldeschluss für die diesjährige Runde ist der 6.10.

Mail an

Am Freitag Nachmittag haben wir unsere neuen Schüler:innen in Jahrgang 5 und ihre Familien in der Außenstelle begrüßt. Die 6. Klassen, Lehrkräfte, die Schülerfirma, die SV, die Patenschüler:innen, der Abiturjahrgang und Mitglieder des Fördervereins haben einen wunderschönen Nachmittag vorbereitet.

Nun heißt es auch in diesem Schuljahr wieder: Gemeinsam laufen, springen, werfen, stoßen und vor allem Spaß haben. Am kommenden Freitag (23.09.2022) treffen sich alle 5. und 6. Klassen auf dem Sportplatz „Rote Wiese“, um die verschiedensten Disziplinen gemeinsam mit der ganzen Klasse zu meistern. Nicht nur bei dem beliebten Tauziehen kommt es darauf an, gemeinsam „anzupacken“ – bei allen Wettkämpfen steht der Teamgeist im Mittelpunkt und so freut sich die Fachgruppe Sport auf einen ereignisreichen und sportlichen Tag.

Endlich – nach so langer pandemiebedingter Auszeit trafen sich über 200 Schulsanitäter:innen unterschiedlichster Schulen der Region zu einem gemeinsamen Aktionstag auf dem Gelände des Aktivspielplatzes in Gliesmarode. Organisiert vom GUV Braunschweig, dem Martino Katharineum und dem Wilhelm-Gymnasium gelang es an vielen Stationen sowohl Übungseinheiten zu „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ zu absolvieren und an nachgestellten Fallbeispielen zu trainieren. Mit Hilfe der realistischen Notfalldarstellung wurden die vielen freiwilligen, als Verletzte mitwirkenden Schüler:innen, so präpariert, dass man fast vergessen hat, dass die Verletzungen nur „geschminkt“ waren.

Vielen Dank an dieser Stelle an Louis und Stella (Jg.12) – ihr wart großartig.

Besonderes Highlight waren natürlich die Profis vom ASB und dem Malteser Hilfsdienst, die mit Rettungsboot, RTW und Gelände-RTW mal einen Blick ins Innere der Fahrzeuge ermöglichten und zu spannenden Gesprächen bereit waren. Insgesamt ein sehr gelungener Aktionstag, bei dem die Jugend nicht nur verbunden hat, sondern auch viele Verbindungen unter den Schulsanitäter:innen entstanden sind.

Janine Heider 

 

 

Der Niedersächsische Leichtathletik Verband hat 44 niedersächsische Nachwuchsathleten der Altersklasse U16 für den Ländervergleich der Norddeutschen Verbände am 17.09.2022 in Berlin nominiert.

Dort steigt der Vergleichskampf der norddeutschen Verbände, an dem Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Berlin und Niedersachsen teilnehmen. Das Team Niedersachsen wird als Titelverteidiger in die Bundeshauptstadt reisen.

Mit dabei sind die beiden Schüler Friederike Heinichen aus dem 8.Jahrgang sowie Len-Amon Oppermann aus Jahrgang 10 des Wilhelm Gymnasium Braunschweig.

Friederike wird im Hammerwurf um Punkte kämpfen, Len-Amon geht über die 3000 m an den Start.

Für beide ist es die erste Berufung in das Team Niedersachsen durch den NLV und eine große Anerkennung ihrer bisherigen Erfolge der Saison 2021/22.

In jeder Disziplin starten zwei Athleten jedes Verbandes. Der/Die Bestplatzierte eines jeden Verbandes geht in die Wertung ein. Am Ende gibt es je eine Siegermannschaft in der weiblichen und männlichen Jugend sowie einen Gesamtsieger.

Beim Vergleichskampf tritt man weniger für sich, sondern für die Mannschaft an – das Team Niedersachsen.

 

K. Heinichen