Am 5. März 2020 um 8.12 Uhr hat der Fahrer der M4 Richtung Radeklint wohl einen ordentlichen Schreck bekommen, denn 30 Kinder stürmten in die Bahn, um zum Astor-Kino zu fahren und dort den Film „Alfons Zitterbacke“ zu gucken. Am frühen Morgen? Ja, denn zur Zeit sind Schulkinowochen in Niedersachsen und es gab sogar Popcorn zu kaufen!

Der Film handelt von Alfons, einem Jungen, der unbedingt Astronaut werden will. Obwohl er sich sehr dafür anstrengt, geht ihm aber immer irgend etwas schief.

Der Untertitel „Das Chaos ist zurück“ weist darauf hin, dass es sich um eine Neuverfilmung handelt. Anna: „Alfons Zitterbacke ist eigentlich ein Roman von Gerhard Holtz-Baumert, der 1958 in der DDR entstanden ist.“ Lilli: „Es gibt auch eine alte Verfilmung von 1966. Das Witzige ist, dass der alte Alfons (also der Schauspieler von damals) in der Neuverfilmung mitspielt.“

Alfons geht auf das Sigmund Jähn-Gymnasium. Friederike: „Ich habe über Sigmund Jähn recherchiert. Er war Kosmonaut – der erste Deutsche im All. Er ist 84 Jahre alt geworden. Erst ist 2019 gestorben.“

Lilli hat eine Umfrage in der Klasse gemacht — so hat uns der Film gefallen:

Toll waren die vielen bekannten Schauspieler, z. B. Katharina Thalbach, Bürger Lars Dietrich, Checker Tobi, Louis Held, Ron Antony Renzenbrink oder Wolfgang Stumph. Sogar Alexander Gerst hat live aus dem All mitgespielt.

Es wurde gerappt, gesungen und getanzt. Es gab auch sehr viele witzige Szenen, z. B. als Alfons aus Versehen fast die Schule in die Luft gesprengt hätte. Außerdem gab es spannende Szenen, z. B. als Alfons in seinem ersten Traum ein großes Missgeschick in einem Raumschiff passiert.

Im Unterricht haben wir uns dann noch mit dem Film beschäftigt.

Wir wollen nicht zu viel verraten, aber wir empfehlen den Film und geben ihm 4,75 Sterne:

★★★★★

Für die 5c: Anna, Friederike und Lilli

Das erste sportliche Highlight des Jahres am Wilhelm-Gymnasium gab es traditionell am Rosenmontag. Nicht nur für die teilnehmenden 6. Klassen, sondern auch für das SV-Team und die betreuenden Lehrer bedeutete es Spannung pur!

Die Teams, die sich dieses Jahr im Stile verschiedener Themen wie z. B. Clowns oder VIPs verkleideten, lieferten sich spannende Duelle, bei denen um jeden Punkt gekämpft wurde. Es herrschte eine sehr aufgeheizte Stimmung, was nicht zuletzt am starken Support der eigenen Klassen lag, die für eine beeindruckende Atmosphäre in der kleinen Halle sorgten.

Viele Spiele endeten mit nur einem knappen Ergebnis, weshalb die Frage nach dem Sieger nicht unbedingt eindeutig ausfiel. Doch gerade dies zeigte, wie gut sich die Klassen vorbereitet hatten, um für ihr Team den Sieg und die damit verbunden Preise zu ergattern.

Nach einem ereignisreichen Vormittag folgte anschließend die Siegerehrung, bei der dieses Jahr die 6d den Titel als bestes Völkerballteam einholen durfte. Den Preis für die besten Kostüme bekam dieses Jahr die Zweitplatzierte 6b, die mit Ihren Businessoutfits ordentlich Eindruck machte und sich gegen die Clowns, Cheerleader und Fußballer durchsetzte.

An dieser Stelle gilt noch einmal der Dank an alle Beteiligten Parteien für diesen spannenden Vormittag! Wir freuen uns auf nächstes Jahr!

Das SR-Team (Nils Bruns)

Fotos: S. Schitteck

Hamza erringt Regionalsieg bei Jugend forscht – Jannat einen zweiten Platz bei Schüler experimentieren

Beim Jugend forscht/Schüler experimentieren-Regionalwettbewerb für Südost-Niedersachsen (Braunschweig, Göttingen, Salzgitter und Wolfsburg) konnte Hamza aus der 10m2 mit seinem Projekt „I-Wespe – der intelligente Wespenverscheucher 2.0“ im Fachgebiet Technik die Jury sehr überzeugen. Mithilfe künstlicher Intelligenz erkennt sein mit einer Kamera ausgestatteter Apparat, ob sich eine Wespe oder ein anderes Lebewesen in der Nähe befindet. Nur im Fall einer erkannten Wespe beginnt der intelligente Wespenverscheucher vielfältige Abwehrmaßnahmen (Wasser, Wind und Ultraschall) zu aktivieren.

Jannat aus der 5b ist dieses Jahr zum ersten Mal angetreten und konnte sich gleich über einen zweiten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt freuen. Sie hatte beobachtet, dass es in Braunschweig Verkehrssituationen gibt, wo Fußgänger trotz Grünphase mit Straßenbahnen in Konflikt geraten können. Mit ihrem Projekt „Wie können wir Straßenbahnüberquerungen für Fußgänger sicherer gestalten?“ entwickelte sie Lösungsansätze wie in Zeiten intensiv und überall genutzter Smartphones die Unfallgefahr minimiert werden könnte.

Jannat bekam über ihren zweiten Platz hinaus den mit 75€ dotierten Sonderpreis „Mobilität“ der Braunschweiger Siemens AG (inklusive Besichtigung des Betriebs in Braunschweig) zugesprochen. Auch Hamza bekam zusätzlich einen wertschätzenden Sonderpreis: „Industriell wertvollste aller eingereichten Arbeiten“ (Verein Deutscher Ingenieure-VDI (60€)).

Große Anerkennung erfuhr die langjährige Betreuungslehrkraft des Wilhelm-Gymnasiums. Herr Bielenberg wurde für die beispielhafte Förderung junger Talente und das besondere Engagement bei der Betreuung von Jugend forscht-Projekten mit dem diesjährigen Lehrerpreis „Sonderpreis für engagierte Talentförderer“ der Stiftung Jugend forscht e.V. ausgezeichnet.

Für Hamza geht es nun in die nächste Runde. Vom 23. bis 25. März wird er in Clausthal gegen die anderen Regionalsieger Niedersachsens im Rahmen des Landeswettbewerbs antreten. Dafür wünschen wir ihm besten Erfolg!

Maria Rech

Fotos: D. Bielenberg, R. Tuckermann

Einen ganz herzlichen Dank möchte die Fachgruppe Kunst an den Förderverein des Wilhelm-Gymnasiums richten!

Im ersten Schulhalbjahr durfte die Fachgruppe Kunst dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins Klassensätze an Zeichenfedern in sieben verschiedenen Stärken sowie den zugehörigen Federhaltern anschaffen. Mit Übungen in der Federzeichnung wird das Curriculum des 7. Jahrgangs zum Beispiel beim Thema „Linie“ oder „Objektdarstellung“ erweiterbar und lässt sich somit nun noch facettenreicher gestalten. Erstmals wurden die Zeichenfedern in der Klasse 7e ausprobiert und fanden reichlich Zuspruch. Frau Herrmann, die erste Vorsitzende des Fördervereins, hat die 7e in einer Kunststunde besucht und war vom Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sichtlich angetan. Zeichnen macht einfach Spaß – mit Bleistift, Finelinern, Kugelschreibern, … und nun auch mit Zeichenfedern!

Vielen Dank auch im Namen der Schülerinnen und Schüler!

Y. Lorenz

Fotos: Y. Lorenz

Dank der Garzmann-Stiftung, welche die Chemie-Fachgruppe jährlich mit knapp 1000€ unterstützt, konnte im letzten Jahr ein Gaschromatograph erworben werden, welcher für den Oberstufenunterricht benötigt wird, um Stoffe zu analysieren.

Die Familie Garzmann hatte heute die Freude, sich den Einsatz dieses Gaschromatographen in einer 11. Klasse zeigen zu lassen und zeigte sich erfreut über den modernen Unterricht am Wilhelm-Gymnasium.

Auch in diesem Jahr förderte die Garzmann-Stiftung bereits den Chemieunterricht, indem sie den Kauf von verschiedenen Materialien für den Elektrochemieunterricht sowie von Legosteinen für das Vermitteln von Redoxreaktionen ermöglichte.

Die Fachgruppe Chemie bedankt sich herzlich für diese tolle Förderung!

O. Timme

durch Paula Caesar, Anne Heinemann und Hanna Schwarz

Der Verein Stolpersteine für Braunschweig hatte zum 3. März 2020 in den Roten Saal des Schlosses eingeladen, der bis auf den letzten Platz besetzt war. Schülerinnen und Schüler der IGS Franzsches Feld, Mitglieder der Sozialistischen Jugend – Die Falken und die oben genannten Schülerinnen des Wilhelm-Gymnasiums stellten ihre Biographie-Recherchen vor.

Die unterschiedliche Art der Vorstellung der Gruppen mitzuerleben, war sehr beeindruckend. Bei der Schilderung der verschiedenen Biographien herrschte große Betroffenheit, vereinzelt flossen auch Tränen.

Paula, Anne und Hanna aus dem 11. Jahrgang hatten sich mit dem Sickter Arzt Dr. Julius Bockemüller beschäftigt, der von 1906 bis zur Reifeprüfung 1915 das „Herzögliche Wilhelm-Gymnasium“ besucht hatte. Zu ihrem Vortrag zeigten sie Bilder und Quellen, sodass sie ihre Texte sehr gut veranschaulichten. Im Archiv ihrer Schule hatten sie sogar einen Aktenvermerk aus dem Jahr 1915 entdeckt.

Im Mittelpunkt ihrer Recherche standen die Jahre 1942/43: Die Verhaftung in Sickte, die beiden Prozesstage vor dem Volksgerichtshof in Berlin, die Verkündung des Urteils (seine Mutter nahm sich an diesem Tag aus Verzweiflung das Leben) und die Hinrichtung am 21. April 1943 in Berlin-Plötzensee.

Die Referentinnen beließen es aber nicht nur bei der hervorragenden Aufarbeitung der geschichtlichen Ereignisse, sondern gingen auch auf die Gegenwart ein. Zum Schluss ihres Beitrags richteten sie die Mahnung, „dass unmenschliche Verbrechen dieser Art nie wieder passieren dürfen“, an die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Der Sickter Bürgermeister Marco Kelb hat die drei Schülerinnen zum 23. März nach Sickte eingeladen. Im Sickter Herrenhaus werden sie dann um 18.30 Uhr ihrer Vortrag noch einmal halten.

Am 26. Mai 2020 um 9.00 Uhr wird ein Stolperstein für Dr. Julius Bockemüller vor dem Wilhelm-Gymnasium verlegt.

Dr. Diethelm Krause-Hotopp

Fotos: WG

Artikel in der Braunschweiger Zeitung