Am 19.02.2021 fand das dritte Jugend präsentiert-Schulfinale am Wilhelm-Gymnasium statt. Die jeweiligen Klassenbesten der vier 8m-Klassen traten in tollen Präsentationen gegeneinander an, diesmal aufgrund des Lockdowns nur online. Im Vorfeld hatten bereits die 88 SchülerInnen des m-Profils eine Einzelpräsentation vor der eigenen Klasse gehalten oder dies online gemacht.

Die Themen der Präsentationen waren sehr vielfältig. Der diesjährige Sieger war Konrad Pretzsch (8m3) mit der Frage „Wie kann die Entstehung und Ausbreitung von Rost verhindert werden?“ knapp vor Greta Romanowski (8m3, 2. Platz: „Was passiert, wenn man Alzheimer hat?“) und Malek Al Natsheh (8m2, 3. Platz: „Warum fliegen Flugzeuge?“). Alle Teilnehmer am Schulfinale werden jeweils eine Urkunde und einen Buchpreis erhalten, sobald sie wieder in die Schule dürfen.

Die drei Sieger haben sich automatisch für das Jugend präsentiert-Landesfinale am 17.04.2021 qualifiziert, welches dieses Jahr nicht wie sonst am Wilhelm-Gymnasium stattfinden wird, sondern wegen des Lockdowns ebenfalls digital abgehalten wird.

Herzlichen Glückwunsch für die Gewinner und vielen Dank an alle SchülerInnen und KollegInnen, die an dem Gelingen mitgewirkt haben!

Olaf Timme

Parallelen zwischen 63. v. Chr. und 2021 – Michael Fürstenberg über die Catilinarische Verschwörung

 

Vor dem Vortrag, der für die Lateinschüler von Gaußschule und Wilhelm-Gymnasium am 25.01. in der Aula, für Interessierte auch in der Videokonferenz zu hören war, war sich sicherlich nicht jeder sicher, in welche Verbindung der Referent die Catilinarische Verschwörung setzen würde. Als Forscher am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung beschäftigt sich Michael Fürstenberg vorrangig mit Terrorismus und Konfliktanalyse, aus dieser Perspektive gab er einen Blick auf die Einordnung der „Coniuratio Catilinae“.

Am Beispiel des Sturms auf das Kapitol in Washington am 6. Januar erklärte Herr Fürstenberg eingangs, wie die Benennung eines Ereignisses die spätere Wahrnehmung erheblich beeinflussen kann, weshalb zur Benennung eine klare Analyse beteiligter Akteure vorgenommen werden müsse, wobei nicht immer Eindeutigkeit gegeben sei. Nach Erläuterung theoretischer Ansätze, wie ein Konflikt benannt wird, und der Kategorisierung von Konflikten anhand gewisser gegebener Elemente, zeigte er auf, inwiefern auch in der Überlieferung der Catilinarischen Verschwörung die Benennung des Ereignisses Rückschlüsse auf seine Natur zulässt. Die Differenzierung zwischen dem Begriff des Krieges (=bellum) und der Verschwörung (=coniuratio), und den damit einhergehenden Merkmalen, vermochte klarzustellen, welche grundsätzlichen Elemente in öffentlichen Konflikten dieser Art schon damals eine erstaunlich ähnliche Rolle einnahmen. Daraus leitete Herr Fürstenberg ab, in welcher Art in der Rezeption der Aktion Catilinas und seiner Anhänger aus moralischen Beweggründen ein Sprachbild geschaffen wurde, das bei rationaler Betrachtung als überspitzte Personifikation gesehen werden kann, der ein hoher Symbolwert zugedacht wurde.

Aus dem Vortrag warfen sich bei den anwesenden Schülern sowie Lehrern Fragen zum aktuellen Bezug Sallusts sowie der Methodik der Analyse auf, aus denen sich noch ein gehaltvoller Dialog entwickelte, in dem das Gehörte rekapituliert und vertieft werden konnte.

 

Ein Beitrag von Jakob Przybilski | Foto von Lukas Zimmermann 

Das MINT-Erdkunde-Praktikum in diesem Schuljahr ist ein besonderes – in jeder Unterrichtseinheit wird ein geographischer Standort in Braunschweig zu Fuß aufgesucht. Vor Ort gibt es dazu einen thematischen Vortrag – alles Besprochene kann „live und in Farbe“ betrachtet, erfasst und berührt werden. Der Rogenstein vom Nußberg, der Velpker Sandstein oder der Elmkalk – all‘ das konnte in Braunschweig auf- und wiedergefunden werden – am Dom, am Schloss, am Rathaus und an vielen anderen Orten. Auch die Oker, die Teiche in Riddagshausen, Schloss Richmont, Viewegs Garten und der Hauptbahnhof, das Ringgleis, der Portikus im Bürgerpark und die Maschinenhalle des Flusswasserwerkes standen auf dem Exkursionsplan.

Und es wird noch weitergehen – auf zu neuen Ufern – inmitten von Braunschweig.

A.E.Kapsch

 

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.

So fand der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen dieses Jahr zwar ohne Zuschauer, dafür aber mit nicht weniger Freude und eindrucksvollen Beiträgen statt.

Die zuvor gewählten Klassensieger Samyak, Lilli, Katerina und Luisa traten jeweils mit einem Textauszug eines Buches ihrer Wahl gegeneinander an.

Nach einer spannenden Vorrunde setzten sich Samyak und Lilli durch und mussten im Finale einen weiteren, fremden Text vorlesen. Nach einer langen Diskussion ernannte die Jury die Teilnehmerin der 6c, Lilli, zur Schulsiegerin, welche das Wilhelm-Gymnasium nun beim stadtweiten Wettbewerb vertreten wird. Herzlichen Glückwunsch!

Zu betonen ist jedoch die Stärke des gesamten Teilnehmerfeldes, das mit abwechslungsreichen, kreativen und lebendigen Vorträgen glänzte. Somit bildet sich ein gelungener Abschluss des Jahres, in dem leider viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten.

Wir wünschen allen ein frohes, besinnliches Weihnachten mit allerbester Gesundheit!

für die Jury: Belinda Behrens, Valea Elß, Jg. 13

Samyak (6b), Lilli (6c), Luisa (6a) und Katerina (6d)

„I guess someone had to do it. Tweet the Bible.“ (Times Online)

In dem Buch „Und Gott chillte“ sind die biblischen Texte als Kurznachrichten zu finden. Über 3000 Menschen haben daran mitgewirkt, die Bibel in 3908 Twitter-Nachrichten zusammenzufassen.
Der Oberstufenkurs kath. Religionslehre hat nach ausführlicher Beschäftigung mit der Bergpredigt (Mt 5-7) den Versuch gewagt, diesen bedeutenden Bibeltext auf den Punkt zu bringen. Die erste Stelle wurde aus dem oben genannten Buch entnommen, alle anderen Tweets stammen von Schülerinnen und Schülern aus Jg. 12/13.

5, 1-12
Jesus: Selig sind die Armen, die Sanftmütigen, die Barmherzigen, die Friedfertigen, die Verfolgten. Seid froh, euer Lohn ist im Himmel.

5, 13-16
Ein Licht soll leuchten und so sollt ihr leuchten und gesehen werden und euren Gott preisen.

5, 17-20
Das Gesetz der Propheten soll nicht aufgehoben, sondern Gebote erfüllt und Gerechtigkeit erreicht werden. Dann wirst du groß im Himmel sein.

5, 21-26
Du sollst weder mit Taten noch mit Worten Gewalt ausüben. Die Versöhnung hat die oberste Priorität. Schließ Frieden, bevor du verlierst.

5, 27-32
Du darfst deine Frau nicht betrügen und keine andere Frau auch nur begehren. Lass dich nicht scheiden.

5, 33-37
Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel noch bei der Erde. Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein.

5, 38-48
Sei nicht so schlecht wie die anderen zu dir, sondern handle selber gut. Liebe deine Feinde, da du mit diesen zusammen auf der Erde lebst.

6, 1-5
Sei gütig, aber stelle es nicht heuchlerisch zur Schau, denn nur dann wird Gott selber dich belohnen.

6, 6-15
Gebt nicht damit an zu beten, denn nur dann wird Gott euch belohnen, und betet das Vaterunser. Denn wenn ihr vergebt, wird Gott euch vergeben.

6, 16-18
Wenn ihr fastet, zeigt es nicht, sondern verbergt es, denn euer Vater sieht auch das Verborgene und belohnt es.

6, 19-25
Sammelt keine Schätze, sondern gute Taten, denn diese können euch nicht weggenommen werden. Eure Belohnung erhaltet ihr dann im Himmel. Sorgt nicht vor, sondern vertraut auf Gott.

6, 26-34
Sorgt euch nicht um Essen und Kleidung, glaubt an Gott, denn er gibt euch das, was ihr braucht.

7, 1-6
Urteile nicht, wenn du selbst nicht besser bist. Ehrt, was euch heilig ist.

7, 7-11
Gott ist wie ein Vater, denn er gibt seinen Kindern immer was sie brauchen und worum sie bitten. Also sucht und bittet, er wird euch hören.

7, 12-14
Wie du in den Wald rufst, so schallt es wieder raus! Nimm den harten Weg zum Glück anstatt des einfachen ins Verderben.

7, 15-23
Nur wer den Willen des Vaters erfüllt, wird in das Himmelreich kommen. Der Wille ist der Baum, das Handeln die Frucht (schlechte Bäume werden verbrannt).

7, 24-29
Jesus: Wer nach dem handelt, was ich lehre, der baut sturmfest.
Alle: Oh shit, der hat göttliche Vollmacht, anders als unsere Priester.

Nachdem der Garten jahrelang ungenutzt brach lag, haben sich die UNESCO-AG und dann auch die Garten-AG vorgenommen, den Garten für die Schule nutzbar zu machen. Es konnten erste Arbeitsmaterialien und ein Geräteschuppen mit Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung angeschafft werden. Dann wurde erstmal viel geschnitten, umgegraben, gehämmert, gebohrt, geschraubt und gesägt. Jetzt haben wir in einem Teilbereich auch eine erste wunderschöne Waldbepflanzung angelegt. Unser besonderer Dank gilt Frau Dreßler aus der Elternschaft für die fachkundigen Tipps und vieles mehr.

Wir haben noch ganz viele Pläne für unseren Garten und die große Vision von einem Grünen Klassenzimmer. Gartenbegeisterte Eltern, die uns unterstützen wollen, können sich gerne mit einer E-Mail bei uns melden.

Stefan Hofmann, Dennis Scholze
Garten-AG, UNESCO-AG

 

Mittlerweile sind fast alle Schülerinnen und Schüler mit eigenen iPads ausgestattet. Wenn jetzt noch die professionelle WLAN-Lösung installiert wird, kann es mit der Arbeit mit den elternfinanzierten Geräten endlich ohne technische Hindernisse weiter gehen.

Der Erklärfilm zum Chloroplasten ist im Biologieunterricht entstanden. – Wie geht das?

Präsentation (hier Keynote) mit iPad und Stift erstellen, die laufende Präsentation wird eingesprochen und mit „Bildschirmaufnahme“ (im Kontrollzentrum) abgefilmt. Das funktioniert auch mit anderen Präsentationsprogrammen und auch mit GoodNotes.

V. Thomsen

Fröhlich haben am Freitag, den 02.10.2020, die Klassen 5a, 5b, 5c und 5d teilweise wiederholt, teilweise neu gelernt, worauf es im alltäglichen Straßenverkehr ankommt. Zwei nette Polizisten machten Probleme und Gefahren sehr anschaulich. Ein Videofilm, durch den die Schüler*innen aus der Perspektive eines Radfahrers durch Braunschweig unterwegs waren, fesselte die meisten so, dass sie erschraken, wenn ein Hindernis auftauchte oder mitfieberten, ob das sich in der Ferne ankündigende Szenario gut ausgehe. Auch die im Musikraum umsichtig aufgebaute Unfallstelle visualisierte Gefahren und der freundliche Polizist erklärte auf Fragen und darüber hinaus, worauf man im Verkehr, besonders aber auch bei der eigenen Kleidung, achten solle. Die richtige Nutzung des Helmes war ein wesentlicher Aspekt: Nicht cool und lässig nach hinten geschoben, sondern bis kurz über die Augenbrauen gezogen und so auch von vorne schützend.

S. Hühnlein

Friederike (11 Jahre) gelang es beim Abendsportfest des ASV Erfurt den Hammer 30,47 Meter weit zu werfen. Sie gewann den Wettkampf und übernahm die Führung in der Bestenliste ihrer Altersklasse in Niedersachsen. Bei einem Wettkampf in Königslutter am 31.08. warf sie sogar noch einmal zwei Meter weiter und erhöhte so ihre persönliche Bestleistung auf 32,48 Meter.

Friederikes Vorbild ist ihre ältere Schwester Henriette. Auch sie war in Erfurt sehr erfolgreich: Sie erreichte dort im Hammerwerfen ihre Saisonbestleistung von 55,86 Metern. Sie qualifizierte sich für die deutsche Meisterschaft der U20 in Heilbronn, bei der sie Deutsche Vizemeisterin wurde.

Friederike beim Hammerwerfen (Youtube)

Montag (02.03.)

Die Klasse 7e, Herr Glaeske, Frau Rech, Frau Frerichs und Florian (11. Jahrgang) steigen gegen 10 Uhr in den Bus.

In Oderbrück ist es kalt und niemand hätte erwartet, dass noch so viel Schnee liegen würde. Die Zimmer werden bezogen und wir machen vor dem Mittagessen noch einen Winterspaziergang im Sonnenschein zum Oderteich. Nach dem Zuteilen der Ausrüstung starten wir unseren ersten Versuch auf Skiern. Wir gehen auf die Wiese neben dem Haus und machen ein paar Spiele und erlernen einige Grundlagen des Skilanglaufs. Nach dem Abendessen lassen wir den ersten Tag noch mit einem Spieleabend ausklingen. Anschließend fallen wir erschöpft ins Bett und werden am nächsten Morgen von Frau Frerichs mit lauter Marschmusik geweckt.

Dienstag (03.03.)

Nachdem wir uns beim Frühstück den Kakao haben schmecken lassen, geht es raus in den Schnee zum Schneemann-Wettbewerb. Wir teilen uns in verschiedene Gruppen auf und bauen eifrig los. Bei der Siegerehrung hören wir noch von jedem Team eine spannende Geschichte zur Skulptur. Nach dem Mittagessen machen wir uns dann wieder auf. Den ersten Weg müssen wir den Kaiserweg zwar hochgehen, aber danach können wir endlich im Wald fahren.

Gegen 17 Uhr kommen wir erschöpft wieder in der Hütte an. Am Abend gibt es eine lustige Modenschau.

Mittwoch (04.03.)

Heute nach dem Frühstück teilen wir uns in vier verschiedene Gruppen auf [die Schnellen, die Space-Ranger (mittleren), die Party-Truppe (die etwas Langsameren) und die Wanderer], um den Brocken mit den Skiern zu besteigen. Oben angekommen essen wir gemeinsam und nach einem gemeinsamen Foto geht es auch schon wieder zurück zum Haus. Diesen anstrengenden Tag lassen wir dann noch mit einem Spieleabend ausklingen.

Donnerstag (05.03.)

Heute am letzten Ski-Tag besucht uns Herr Ovelgönne und wir wollen nochmal hoch zum Dreieckigen Pfahl, um ein gemeinsames Abschlussfoto im Schnee zu machen. Oben angekommen und nach dem Foto teilen wir uns wieder in Gruppen auf. Die, die noch Ski fahren wollen, bleiben oben und die anderen können wieder hinunterfahren. Nachdem alle wieder wohlbehalten unten angekommen sind, wandern wir am Nachmittag auf den Achtermann. Den letzten Ski-Tag feiern wir dann noch mit einer Party am Abend.

Freitag (06.03.)

Am heutigen Abreisetag genießen wir noch den Blick auf den schönen Schnee im Harz. Was hatten wir ein Glück! Wir freuen uns trotzdem ein bisschen, gleich wieder zu Hause zu sein.

Viele Grüße von der 7e.

Text: Johannes H.

Fotos: T. Frerichs, P. Glaeske, V. Ovelgönne