279 von 450 Schüler, so viele haben bei der dieses Jahr zum ersten Mal an unserer Schule veranstalteten Junior-Europawahl teilgenommen. Aus den Jahrgängen 9 bis 12 konnten die Schüler des WG am 30. und 31.5. in der Schulbibliothek ihr Kreuz auf die Wahlzettel setzen, wie bei der richtigen Europawahl mit Wahlbenachrichtigungen und Wahlkabinen. In den Tagen zuvor haben wir Wahlhelfer, selbst Schüler der zehnten Klassen, in den einzelnen Kursen über die Europawahl informiert und unseren Mitschülern auch Vorschläge gegeben, wo sie sich über die verschiedenen Parteien informieren können. Und tatsächlich war die Wahlbeteiligung mit 62% an unserer Schule erfreulich hoch, dafür also nochmal ein Dankeschön an alle, die gewählt haben!

Hilde Spreer

 

Ergebnisse vom WG:

 

Und hier geht es zum Gesamtergebnis der Juniorwahl aller knapp 6.000 Schulen: https://www.juniorwahl.de/europa-2024.html

 

Vom 03. bis 07.06.2024 fand wieder die jährliche Praktikumswoche im 10. Jahrgang statt.

Da wir uns im Kurs schwerpunktmäßig mit Gewässeranalytik befasst hatten, fuhren wir die ersten beiden Tagen zum Dowesee, wo wir bei teilweise schönstem Sonnenwetter Experimente zur Gewässergüte und zur Bodenbeschaffenheit durchgeführt haben. Dazu fuhren die Schüler:innen zuerst auf dem See, um diverse physikalische Parameter zu bestimmen (Wassertemperatur, Wasser- und Sichttiefe). Weiterhin wurden mit Wasserproben des Sees diverse chemische Parameter bestimmt (z. B. Sauerstoffgehalt und -sättigung, Gehalt diverser Stickstoffverbindungen, Phosphatgehalt, Wasserhärte). Außerdem wurde der Boden chemisch analysiert (z. B. Zusammensetzung, pH-Wert …).

Am zweiten Tag wurde eine mikroskopische Bestimmung der Kleinstlebewesen (Plankton) durchgeführt. Makroskopisch wurden zusätzlich Bäume im und um den See herum bestimmt und auch eine Laubstreuuntersuchung vor Ort durchgeführt. Die Untersuchungen ergaben insgesamt gesehen eine Gewässergüteklasse von I-II. Positiv hervorzuheben war z. B. der hohe Sauerstoffgehalt im Oberflächenwasser, der allerdings auch durch die installierte Wasserfontäne erreicht wird. Bedenklich waren vor allem die erhöhten Phosphatwerte, welche das starke Wachstum von Algen und anderen Primärproduzenten im Dowesee erklären. Der Gehalt an Stickstoffverbindungen war mäßig erhöht. Mit steigenden Temperaturen und dem damit zusammenhängenden sinkenden Sauerstoffgehalt ist eine Verschlechterung der Gewässergüte zu erwarten.

Am Mittwoch und Donnerstag besuchten wir das Chemie-Schülerlabor der TU Braunschweig, wo die SchülerInnen an acht Stationen Kunststoffe herstellten und ihre Stoffeigenschaften untersuchten (Mittwoch) und Experimente zur Alchemie durchführten (Donnerstag).

Am Freitag erfolgte die abschließende große Auswertung zu dieser interessanten Woche.

Olaf Timme

Der Erdkundekurs des 12. Jahrgangs verband sich per Videokonferenz nach Ongwediva

Das Thema im 2. Halbjahr des Erdkundekurses lautet in diesem Schuljahr „Subsaharisches Afrika“ und umfasst jenen Kulturraum, der sich südlich der Sahara bis nach Südafrika erstreckt. Ein Raum, in dem die ärmsten Länder der Welt zu finden sind, das bedeutendste Bevölkerungswachstum gerade stattfindet und große naturräumliche, wirtschaftliche und menschliche Probleme existieren.

Ein Land davon ist Namibia im Südwesten des Kontinents mit einer der weltweit geringsten Bevölkerungsdichten, dafür aber einem der höchsten Korruptionsindexe weltweit, einem Land mit einer bemerkenswerten Küstenwüste und einer traurigen kolonialen Geschichte, in dem auch das ehemalige Deutsche Kaiserreich eine unrühmliche Rolle gespielt hat.

Grund genug am 4. Juni 2024 im Unterricht einen Live-Kontakt nach Namibia mit Tom Schiefer – Abiturient 2023 am WG – direkt herzustellen, um beeindruckende persönliche Berichte, Einblicke und Anfragen zu seiner Tätigkeit als Sozialhelfer in einer Schule für Sehschwache, Blinde, Hörgeschädigte und geistig Behinderte aus erster Hand zu erhalten. In den 90 Minuten waren viele unterrichtliche Themen des gesamten Kurshalbjahres auf einmal ganz konkret für alle recht erlebbar und fasslich. Junge Menschen, die aus Gründen eines mangelnden Gesundheitssystems erblinden oder ihr Gehör verlieren, das ist ein so unvorstellbares Leid, dass es sehr betroffen und nachdenklich macht.

Tom ist noch bis Ende August in Ongwediva, einer Stadt im Norden des Landes unweit der Grenze zu Angola.

Schön, dass wir in einer globalisierten Welt uns so schnell verbinden können und die Probleme dort vor Ort einmal live ins Klassenzimmer holen konnten.

 

​​​​​​​Text: Dr. J Gericke

​​​​​​​Fotos: Tom Schiefer

Am Freitag, 07.06.2024, findet in unserer Aula zum neunten Mal das Bundesfinale des Erdkundewettbewerbes „Diercke WISSEN Geographie-Wettbewerb 2024“ statt. Nach den Qualifikationen in den Schul- und Landesrunden stehen nun die siebzehn Finalisten der jeweiligen Bundesländer und der Auslandsschulen für das Bundesfinale fest und treten am Freitag in den finalen Wettstreit.

Unser Schulsieger im Haupt-Wettbewerb und Teilnehmer am Landesfinale Niedersachsen, Ben, wird beim Finale zu Gast sein. Einzelne Klassen der Jahrgangsstufe 5 und 6 – die ersten beiden Sieger der Diercke Junior-Runde 2024 – dürfen ebenfalls das Finale als Zuschauer besuchen.

UND, wer möchte, kann das Diercke Wissen-Bundesfinale 2024 im LIVE-Stream verfolgen – dafür ein großes Dankeschön an unsere fantastische Technik-AG! 🙂

>>> Link zum Livestream

Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg und bestes Gelingen!

Die Schülerinnen und Schüler sowie die Kolleginnen und Kollegen & Mitarbeiter des Wilhelm-Gymnasiums

Der ehemalige Lehrer für Latein und Religion, Rudolf Henneböhl, hat am Dienstag, 28.5., einen optimistischen Vortrag über KI gehalten. Dabei ging er zunächst auf die Kritiker ein und stellte wichtige Fragen, für deren Beantwortung er die Gesellschaft in der Pflicht sieht: Was macht KI mit dem Menschen? Wird eine Technokratie Einzug erhalten, der Mensch seine freie Entscheidungsgewalt verlieren?

Herr Henneböhl ist sich sicher, dass es schwieriger Diskussionen bedarf und auch klarer Regeln. Da KI den Alltag heute schon vieler, in Zukunft bald aller Menschen betreffen wird, ist er aber klar in seiner Aussage: Schule müsse KI-Bildung betreiben, damit SchülerInnen zwischen Factum und Fictum unterscheiden lernen; sie müssten verstehen, wie KI funktioniert und wie man sie sinnvoll z.B. für Vokabellernen oder Grammatikwiederholung daheim nutzen könne.

Eine spätere Nachfrage brachte das von uns genutzte Programm Navigium für lateinische Vokabeln und Grammatik ins Spiel; hier war die klare Antwort, dass auch dieses Programm schon mit Hilfe von KI die Schwächen im Vokabular der Lernenden erkenne und eben diese immer wieder zur Wiederholung bereitstelle. Dies seien die wichtigen positiven Möglichkeiten der KI, welche in Zukunft das individuelle Lernen erleichtern werde.

Ein weiterer Aspekt war die Unterstützung der KI für den Unterricht: Rasche Veranschaulichungen, rasche Textvariationen und sogar Unterhaltungen mit antiken Philosophen oder gar Jesus seien möglich. Dies alles mache die KI schon heute „intelligent“, werde in Zukunft aber noch durch größere verarbeitete Datenmengen noch „intelligenter“ machen. Dies dürfe uns aber nicht träge machen, denn das Entscheidende sei, dass dann mit menschlicher Intelligenz kritisch geprüft und weiter am Inhalt gearbeitet werden müsse. Hierfür bedarf es zwingend der humanistischen Bildung, also auch auf den ersten Blick nicht nützlicher Inhalte und Fächer.

Am Ende wurden dem Publikum auch noch praktische Informationen zur KI gegeben: Sie ahme menschliche Intelligenz nur nach, habe u.a. kein Bewusstsein, kein Unbewusstsein, keine historisches Bewusstsein, kein Weltbewusstsein, kann dem Menschen keinen Sinn geben. KI wolle dem User gefallen, weshalb eine Kommunikation mit einer Chat-KI ein wenig Übung brauche, um gewünschte Antworten zu bekommen.

Dank der finanziellen Unterstützung der Maximilian-Garzmann-Stiftung konnte das Publikum sich zwar ein optimistisches, aber keinesfalls kritikloses eigenes Bild von KI machen. Hierfür sei Herrn Henneböhl herzlich gedankt.

S. Conrad

  • Dienstag, 18.06., 18.30 – 21.00 Uhr
  • Remter
  • 4 Euro pro Ticket + Freigetränk
  • Ticketverkauf in der 2. Pause im Remter am 07.06., 10.06., 14.06. und 17.06.
  • Bei Fragen:

Am Dienstag, 28.05. wird Herr Rudolf Henneböhl am Nachmittag zwei Veranstaltungen zur Künstlichen Intelligenz am Wilhelm-Gymnasium anbieten. Herr Henneböhl ist ein frisch pensionierte Latein- und Religionslehrer, der jetzt mehr Zeit für für solche Dinge hat und der zu diesem Thema bereits Info- und Materialhefte veröffentlicht hat:

1) 14-15:30 Uhr: Fortbildung zur fachbezogenen KI-Bildung für den Latein- und Religionsunterricht (bitte IPad zum Ausprobieren mitbringen). Sagt gerne auch Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen Bescheid.

2) 17- ca. 18 Uhr: Vortrag allgemeiner Natur für SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte zur KI-Bildung

Beide Veranstaltungen finden in der Aula des Haupthauses statt.

 

“Ist KI eine invasive „fette Kröte“, die man schlucken muss, oder ist sie ein Goldesel, der uns wunderbaren Zeiten entgegenführt? Wie auch immer man dazu steht, so ist „KI-Bildung“ für jeden Menschen ein „Muss“. Dass es auch ein „Plus“ ist und dass KI sowohl für Lehrer als auch für Schüler gewinnbringend genutzt werden kann, wird im Vortrag an vielen praktischen Beispielen gezeigt. Im Umgang mit textgenerierenden und bildgenerierenden Tools wird deutlich, wie spannend, teils auch lustig es ist, „Maschinensprache“ und „Menschensprache“ zu vergleichen und die Fähigkeiten des „maschinellen Minigehirns“ auf die Probe zu stellen. Letztlich ist es der Mensch selbst mit seinen spezifischen Fähigkeiten – Bewusstsein, Sprache, Kunst und Kreativität – die in diesem Vergleich auf dem Prüfstand stehen. Eine humane oder gar humanistische KI-Bildung ist deshalb des Ziel und soll im Vortrag ebenso entfaltet werden.”

Anlässlich des 75. Geburtstages des Grundgesetzes am 23.05.2024 hat der Geschichtskurs Ge5 eine Aktion durchgeführt. Es wurden selbst entworfene Schilder zu verschiedenen Artikeln des Grundgesetzes im Schulgarten aufgehängt. Ziel ist es, die vielen Menschen, die in ihrer Freizeit auf Tretbooten, Kanus oder Flößen auf der Oker unterwegs sind, zu erreichen. Als UNESCO-Projektschule wollen wir an den Geburtstag unseres Grundgesetzes erinnern.

Vielen Dank an den Förderverein für die Unterstützung.

Hofmann

Am Montag, 13.05.2024, veröffentlicht Anni Chu aus dem 12. Jahrgang ihren Artikel im Rahmen des Projektes „Jugend schreibt“ in der F.A.Z. über den Braunschweiger Autor und Lehrer „Greg Walters“. Sogar das Layout der Seite wurde an ihren Artikel angepasst!

Und hier geht es zum Artikel: „Lehrer haben eine blühende Phantasie“.