Schon früh kam bei uns, der Klasse 8m1 und Frau Dreßel, Vorfreude auf, denn Frau Zuber, die Theaterpädagogin des Staatstheaters Braunschweig, hielt in der Aula der Außenstelle einen Vortrag über die Operette “Die Fledermaus”. Eine Woche später besuchten wir die Schauspielprobe im Schimmelhof. Leider konnten wir nicht so lange bleiben, da die Schauspieler noch intensiv am Text arbeiteten. Trotzdem war der Besuch interessant. Nach der Probe durften wir Frau Zuber noch ein paar Fragen zu der Probenarbeit und zum Text stellen. So bekamen wir einen guten Einblick darüber, wie viel Arbeit in einer Operette steckt. Zwei Wochen später sahen wir schließlich einige Szenen aus „Der Fledermaus“ im Großen Haus des Staatstheaters bei der Bühnenorchesterprobe. Am Sonntag, den 7.12., konnten wir das Ergebnis dann endlich in der Premiere sehen. Unser Fazit: Operette ist weniger altmodisch als man denkt und die Fledermaus ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Laurin, Henry Serhii, Tim (8m1)

Am 24.11. unternahm der Musikkurs von Frau Dreßel um 20 Uhr einen Ausflug zum Staatstheater. Dort wurde das 3. Sinfoniekonzert mit dem Titel „Zwischen Traum und Realität“ vom Staatsorchester aufgeführt. Der junge, schon international bekannte, Dirigent Jascha von der Goltz stellte die Dramaturgie und emotionale Ladung der Stücke besonders anschaulich dar.

Zu Beginn des Abends war die Stimmung erwartungsfreudig, der rötliche Hintergrund auf der Bühne des Großen Hauses strahlte Wärme und Gemütlichkeit aus.

Das erste Stück „Central Park in the dark“ (1906) von Charles Yves begann an der untersten Grenze der Dynamik, eine düstere untypische Stimmung breitete sich aus und die eigensinnig „unorthodoxe“ Kompositionsweise des amerikanischen Komponisten kam hervorragend zur Geltung. Der Komponist, der von seiner Musik allein nicht leben konnte und als Versicherungsangestellter arbeitete, versuchte hier die Illusion zu erzeugen, dass man bei Nacht im berühmten Central Park säße. Yves entwickelte ausgefallene und experimentelle Melodien und galt als Außenseiter und Visionär. Im Theaterpark fühlte es sich auf dem Hin- und Rückweg plötzlich ähnlich düster und unheimlich an.

„Die Toteninsel“ von Sergej Rachmaninow aus dem Jahr 1909 ist ausdrucksstark. Hört man das Stück, hat man ein ähnliches Bild vor Augen wie das gleichnamige Gemälde von Arnold Böcklin, worauf man eine einsame Insel sieht, die aus dem dunkleren Hintergrund heraussticht. Extrem expressiv nahm das Stück die Zuhörer mit auf eine Reise zur Toteninsel. Die Spannung und Dramatik war während des ganzen Stückes zu spüren und nahm mit zunehmender Beteiligung der einzelnen Instrumente zu.

Das letzte Stück – die Sinfonie in Fis-Dur – wurde im Jahr 1952 von Erich Wolfgang Korngold geschrieben. Schon mit 11 Jahren komponierte dieser seine ersten Stücke, welche auch berühmt wurden, wie z. B. das Ballett „Der Schneemann“.

Korngold (1897-1957) galt schon in jungen Jahren als Wunderkind der Wiener Spätromantik. Zur Zeit des Nationalsozialismus wanderte er nach Amerika aus und startete in Hollywood eine Karriere als einer der ersten Filmmusiker, gewann zwei Oscars und schrieb für über 20 Filme die Filmmusik. Durch die vielen filmmusikalischen Elemente in der Musik entstanden viele Bilder direkt im Kopf und man wurde direkt in die Musik hineingerissen.

Es war ein besonderer Abend!

verfasst vom Musikkurs Jahrgang 12 (Susanne Dreßel)

“Am Freitag, den 27.6., waren Alexander Hartmann und Peter Schwebs bei uns in der Schule. Sie haben uns im Rahmen des Projekts „Jazz2school“ den Jazz genauer erklärt und ein paar Praxis-Beispiele am Saxofon und am Kontrabass gezeigt. Wir werden weiterhin Jazz im Alltag erleben und nun auch wissen wie dieser entstand.“ (Ilvy Haro und Charlotte Ansorge, 9ms1)

Vielen Dank an das Jazz-Duo, die uns sehr lebendige Einblicke in verschiedene Richtungen des Jazz und dessen Wurzeln gegeben haben!

Die 9. Klassen mit Susanne Dreßel