Herakles, Herkules, der bekannteste Halbgott der Welt: Wir alle haben schon von dem berühmten Helden gehört und durften ihn doch dank der AG „Antikes Theater“ auf ganz neue Weise kennenlernen.
Verteilt über mehrere Wochen boten die talentierten Schüler der AG in zahlreichen Vorstellungen ihr lang eingeübtes und selbst geschriebenes Stück zur Geschichte des einzigartigen Griechen dar.
Dabei wurde Herakles aus einem ganz persönlichen Winkel beleuchtet; weder die Heldentaten noch die verschiedenen Erfolge seines Lebens standen im Fokus, sondern starke Emotionen, Ängste und Wut, Verlust und Ausweglosigkeit. Besonders die Rolle der Götter und Heras Zorn auf diesen unehelichen Sohn ihres Mannes in ihrer Willkür werden deutlich und zeigen auf, wie menschenähnlich die Götter doch trotz ihrer Unsterblichkeit bleiben. Das tragische Ende der Heldengeschichte, in der letztendlich Hera siegt und Herakles voller Wahnsinn unabsichtlich seine eigene Familie umbringt, wird selten so direkt inszeniert und holte das Publikum gekonnt ab. Aber nicht nur in seiner originellen Authentizität, sondern auch mit schauspielerischem Talent, humorvoll kreativer Umsetzung und facettenreicher Dramaturgie begeisterte die Theatergruppe.
Allein für diese Mühe neben dem Schulalltag müssen wir der AG „Antikes Theater“ ein großes Lob aussprechen. Uns allen hat eure Aufführung einen gelungenen Einblick in die griechische Mythologie ermöglicht, danke für das Engagement und den Enthusiasmus, mit dem ihr so herzlich unsere Schule kulturell bereichert!
Von Luca und Helene aus Jahrgang 12, Juli 2026
