Ein Auftrag, ein 4er‑Team, ein Raum, exakt 120 Stunden — das waren die Rahmenbedingungen des internationalen Mathematik‑Wettbewerbs IM²C (International Mathematical Modeling Challenge). Im Frühjahr stellten sich Anton, Caspar, Karolin und Linus dieser Herausforderung. Fünf Tage lang waren sie vom regulären Unterricht befreit und „hausten“ im Computerraum der Schule.

Das Besondere beim mathematischen Modellieren und ungewohnt für einen Mathewettbewerb ist, dass es nicht nur ums Rechnen geht: Aus einer realen Fragestellung werden Daten gesammelt, Vereinfachungen und Annahmen getroffen, Abschätzungen vorgenommen und Fälle unterschieden, um ein handhabbares Modell zu entwickeln. Innerhalb dieses Modells werden Berechnungen durchgeführt; die Ergebnisse werden zurück in die Realität übersetzt. Zusätzlich zählt die professionelle Darstellung der Modellannahmen, Berechnungen und Ergebnisse — genau wie in realen Projekten.

Das diesjährige Thema „Protecting Wildlife at Scale“ forderte die Teams heraus: Unsere Gruppe musste fachlich u. a. Aspekte des Natur‑ und Artenschutzes, der Wirtschaft, des Tourismus und des Brandschutzes berücksichtigen. Am Beispiel des Etosha National Parks (Namibia) erarbeiteten sie ein realistisches Schutzkonzept. Mit ihrer 20‑seitigen Ausarbeitung erzielte unser Team den 2. Platz in Deutschland und qualifizierte sich für die internationale Runde. Dort erhielten die vier Schülerinnen und Schüler das Zertifikat „Successful Participant“.

In einer kleinen Feierstunde mit Herrn Bartsch und Frau Schlotter wurden die Urkunden übergeben. Die deutsche Jury wünscht sich, dass das Team auch im nächsten Jahr wieder teilnimmt — außerdem hoffen wir, dass weitere Teams unserer Schule den Mut zu diesem ungewöhnlichen Wettbewerb finden. Die Fachgruppe Mathematik unterstützt interessierte Schülerinnen und Schüler gern. Ansprechpartner für den Wettbewerb auf regionaler Ebene ist das Institut der Didaktik der Mathematik der TU Braunschweig (https://www.tu-braunschweig.de/idm/matriks/immc).

Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!

K. Schlotter, Fachgruppe Mathematik