Umgestaltung der Schulverfassung und des Unterrichts

1991 beginnt ein Wendepunkt im Selbstverständnis des WG, der in der Folgezeit zu wesentlichen strukturellen Änderungen führt. Nach dramatisch zurückgehenden Schülerzahlen wird eine Umfrage bei Schülern, Lehrern und Eltern gestartet: „Wie ist es am WG?“ Die Auswertung ist ernüchternd und mündet am Ende in eine Reform an Haupt und Gliedern:

Dokumentation 5

  • Einführung pädagogischer Konferenzen, die auf Klassenebene an Verbesserungen der Kommunikation der Lehrer untereinander und an der Lösung klassenspezifischer Probleme arbeiten.
  • Benennung (später Einstellung) eines Beratungslehrers, der sich um die Schullaufbahnberatung der Schüler und um die Lösung von Konflikten kümmert.
  • Berufung eines gemischten Ausschusses „WG 2000″, bestehend aus Schülern, Lehrern, Eltern und Ehemaligen, der Ideen und Anregungen sammelt und Beschlussvorlagen für die Gesamtkonferenz erarbeitet. Dieser Ausschuss wird zum Herzstück der Reformen. Hier wird später das organisatorische und pädagogische Konzept der offenen Ganztagsschule erarbeitet.
  • Antrag und ministerielle Genehmigung (1992) der Sprachenfolge Englisch – Französisch. Damit ist die Sprachenfolge Englisch – Latein nicht mehr verbindlich, – ein entscheidender Einschnitt im altsprachlichen Schulprofil. Erstmals muss nicht jeder WG-Schüler Latein lernen.

Am 25.06.1996 beschließt die Gesamtkonferenz nach zwei intensiven Vorbereitungsjahren, das WG ab 01.07.1997 in der Form eines offenen Ganztagsgymnasiums weiterzuführen. Der Antrag wird am 25.09.1996 eingereicht. Am 06.05.1997 erfolgt, gerade noch rechtzeitig, der Ratsbeschluss der Stadt. Die Genehmigung der Schulbehörde geht am 08.07.1997 ein.