Besondere Ereignisse

Im schönen Monat Mai des Jahres 1995 kommen die „Granite Statesmen“ aus New Hampshire nach Braunschweig und geben zwei Konzerte, ein exklusives Schulkonzert in der WG-Aula und ein öffentliches in der Rotunde an der Theodor-Heuss-Straße. Wo sie auftreten, ernten sie wahre Begeisterungsstürme. Initiator ist Matthias Preller, der diesen Barbershop-Chor, einen der besten in den USA, bei einem Besuch der Partnerschule in Gilford hört und – einlädt. Elternverein und SV meistern die schwierige Logistik der Organisation, u. a. sorgen 60 WG-Familien für Kost und Logis. Ein Sommerfest auf dem Schulhof und eine „Oker-River-Party“ führen die gesamte WG-Gemeinde zusammen und haben eine gute Presse.

Im Herbst 1996 besucht Kultusminister Rolf Wernstedt die Schule, um sich über das WG-Projekt zur Einübung von Lerntechniken zu informieren, und diskutiert anschließend eine Stunde lang mit Oberstufenschülern über ihnen nahe liegende Probleme.

Ein Abiturient, Roman Kasten, kommt 1997 auf die Idee, zur Entlassungsfeier eine prominente Persönlichkeit einzuladen, die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feiert. Viele werden angeschrieben, einer sagt zu: Dieter Hildebrandt. Die Schulleitung ist informiert, die Sache wird aber geheim gehalten, denn der Auftritt soll inszeniert werden. Und so geschieht es: Als das Stichwort in der Aula fällt, öffnet sich das Portal zum Lehrerzimmer, und herein tritt zum ungläubigen Erstaunen aller der „Scheibenwischer“ der Nation. Er brennt ein rhetorisches Feuerwerk ab und erhält stehende Ovationen.

Teil des neuen pädagogischen Konzepts ist es, die Schule zu öffnen und die Außenwelt hereinzulassen. So kommt es 1997/98 zu Vorträgen und Begegnungen mit Rupert Neudeck, dem durch Presse, Funk und Fernsehen bekannt gewordenen Gründer des Flüchtlingskomitees Cap Anamur, mit Ursula Caberta, der ebenfalls durch die Medien bekannten Expertin in Sachen Scientology, und mit der 1985 aus der DDR ausgebürgerten Bürgerrechtlerin Freya Klier.