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10 Jahre Hochbegabungsförderung
am Wilhelm-Gymnasium Braunschweig

Eine Chronik (2000-2010)

von Volker Schad, Koordinator Begabungsförderung

Einleitung

Schulpolitische Entwicklungen und Entscheidungen pflegen in der Regel gesellschaftlichen Veränderungsprozessen zu folgen – häufig mit einem nicht unerheblichen Zeitverzug. Ähnlich verhielt es sich beim Thema „Exzellenzförderung“. Schüchterne Versuche einer besonderen „Hochbegabungsförderung“ wurden durch die Verknüpfung mit dem Begriff der „Elite“ in seinem durch den Nationalsozialismus pervertierten Gebrauch oder in Bezugnahme auf das egalitäre Gedankengut der 68er-Generation in langen Jahren der Geschichte der Bundesrepublik eher argwöhnisch beäugt. Noch 2005 titelte Karsten Mentasti in der Brauschweiger Zeitung vom 4. Oktober: „‘Elite‘ war bei der Bildung jahrzehntelang tabu“.
Angestoßen durch eine Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog aus dem Jahr 1996 mit dem Titel „Begabtenförderung ist ein Wechsel auf die Zukunft“ begann ein erstes Umdenken. Der Bundespräsident führte aus:

„Die Förderung begabter und motivierter junger Menschen gehört zu den wichtigsten Aufgaben unseres Bildungssystems. Für die immer komplexeren Herausforderungen unserer Welt brauchen wir Menschen, die mit hoher Kompetenz, wacher Intelligenz und sozialer Verantwortung zu denken und arbeiten gelernt haben. Dazu müssen wir Begabungen systematisch entdecken und fördern“.

Auch die niedersächsische Landespolitik griff diese Überlegungen auf, bemerkte, wie Paul F. Brandwein formulierte, dass es „nichts Ungerechteres als die gleiche Behandlung von Ungleichen“ gibt und veröffentlichte im November 1999 unter dem griffigen Slogan „Niedersachsen macht Schule“ die Handreichung „Besonders begabte Kinder erkennen und fördern“, zunächst mit „Hilfen und Anregungen für den Elementar- und Primarbereich“.

 

 

 

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