Home Schule Schulprogramm 2. Lernangebote und schuleigene Konzepte

2.15 Gewaltprävention am Wilhelm-Gymnasium

1. Bezugsrahmen

1.1 Gesetzliche Vorgaben und Publikationen

Die Notwendigkeit der Prävention in Schulen ergibt sich u.a. aus folgenden gesetzlichen Vorgaben und Publikationen:

  • Niedersächsisches Schulgesetz: § 2 Bildungsauftrag der Schule
  • Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen: insbesondere die Qualitätsbereiche 2 (Lernen und Lehren) und 3 (Schulkultur)
  • Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen in Schulen in Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft (gem. RdErl. d. MK, d MI u. d. MJ v. 9.11.2010)
  • Empfehlung zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.11.2012)
  • Kerncurricula für das Gymnasium, insbesondere der Fächer Geschichte, Politik, evangelische und katholische Religionslehre, Sport, Werte und Normen

1.2 Grundsätze/Ziele

Gewaltprävention darf sich nicht in einem „Gegen-Gewalt“ erschöpfen, sondern muss positive Handlungs- und Lebensperspektiven eröffnen, die Gewalt überflüssig machen. Am Wilhelm- Gymnasium liegt ein Konzept vor, das vier zentrale Bereiche umfasst:

  • Förderung von Selbstwirksamkeit und die Entwicklung von Lebenskompetenz
    Dies ist nicht nur für die Gewaltprävention, sondern für den gesamten Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention unerlässlich (siehe auch: Suchtpräventionskonzept).
  • Etablierung und Verdeutlichung von Regeln und Normen des Zusammenlebens
  • Umgang mit Konflikten, Handhabung des damit verbundenen schulischen Konfliktmanagementsystems
    Wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Gewalt ist, eine konstruktive Konfliktstruktur aufzubauen. Konstruktive Konfliktbearbeitung geht davon aus, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen konstruktiv und gewaltfrei zu handeln und sucht nach Lösungen jenseits von Sieg und Niederlage.
  • Handeln in akuten Gewaltsituationen
    In Gewaltsituationen sind ein schnelles Handeln, moralischer und menschlicher Rückhalt für das Opfer, eine gute Dokumentation und eine gemeinsame Strategieplanung hilfreich, um effektiv und nachhaltig eingreifen zu können.

2 Umsetzung des Präventionsgedankens

2.1 Allgemeine Maßnahmen

2.1.1 Maßnahmen zur Förderung der Selbst- und Lebenskompetenzen

  • Pädagogische Konferenzen: In den Jahrgängen 5-10 finden zweimal jährlich pädagogische Konferenzen statt, in denen die soziale Situation der Klasse und Probleme der einzelnen Schülerinnen und Schüler zur Sprache kommen. Aus den Erkenntnissen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Klassensituation und zur Stärkung der einzelnen Schülerinnen und Schüler abgeleitet.
  • Verfügungsstunde: Alle Klassen von Jahrgang 5 bis Jahrgang 10 haben durchgängig eine Verfügungsstunde (Klassenlehrerstunde) pro Woche, die auch gemeinsam vom Klassenlehrerteam genutzt werden kann. Die Verfügungsstunde dient der Unterstützung positiver Gruppenprozesse und der Klassenorganisation. Die Einführung eines zunehmend von Schülern selbstorganisierten Klassenrates wäre wünschenswert. In Jahrgang 5 führt die Sozialpädagogin nach Absprache gemeinsam mit der Klassenlehrkraft innerhalb der Verfügungsstunde ein Soziales Kompetenztraining durch. Themen können hier z.B. sein: Kennlernspiele, Interaktionsspiele, Gefühle, mit Wut umgehen lernen, Umgang mit Konflikten.
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen: Die Schule pflegt die konzeptionelle und fallbezogene Zusammenarbeit mit dem schulpsychologischen Dienst der Landesschulbehörde, mit Beratungsstellen, mit weiteren Hilfeeinrichtungen und mit der Polizei.

Vgl. auch Konzept „Suchtpräventionskonzept des Wilhelm-Gymnasiums“

 

2.1.2 Maßnahmen zur Etablierung und Verdeutlichung von Regeln

  • Die „Grundsätze unserer Schule“ werden in den Eingangsklassen ausführlich erörtert; in den weiteren Jahrgängen werden sie zu Beginn eines Schuljahrs in Erinnerung gerufen (Verfügungsstunde).
  • Riten und Regeln: Eine wichtige Rolle im Schulalltag spielt auch das Einführen und konsequente Einhalten von Riten und Regeln in der Klasse und in der Schule. Durch eine intensive Einführung in die neue Schule und durch die Gelegenheit, wöchentlich in der Verfügungsstunde gemeinsame Verabredungen zu treffen, wird die Einhaltung von Regeln zeitnah und unter aktiver Verantwortungsübernahme durch Schülerinnen und Schüler besprochen und eingeübt.
  • Mobbing wird als eine Form von Gewalt aufgefasst und entsprechend ernst genommen.

2.1.3 Maßnahmen zur Konfliktbewältigung

  • Konfliktschlichter
    Im Schuljahr 2006/2007 wurden erstmalig Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8-11 zu Konfliktschlichtern ausgebildet. In den Folgejahren fand die Ausbildung alle zwei Jahre statt und wurde auf die Klassenstufen 8-9 begrenzt.
  • Mediation
    Im Schuljahr 2005/2006 wurde das Konzept Schulmediation eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler werden seitdem bei der Lösung ihrer Konflikte im Rahmen von Mediationsgesprächen unterstützt. Im Schuljahr 2012/2013 haben sich weitere Lehrkräfte in Schulmediation fortbilden lassen.
    Vgl. auch: Konzept „Mediation am Wilhelm-Gymnasium“
  • Mobbing-Interventions-Team (MIT)
    Seit dem Schuljahr 2011/12 nehmen die Schulsozialpädagogin und Lehrerinnen/Lehrer an einem Qualifizierungsangebot der Niedersächsischen Landesschulbehörde teil, das zur Einrichtung eines Mobbing-Interventions-Teams an unserer Schule geführt hat.
    Vgl. Konzept „MIT – Mobbing-Interventions-Team im Wilhelm-Gymnasium“

 

2.1.4 Einheitliches Vorgehen in Gewaltsituationen

Vgl. Konzept  „Sicherheitsmaßnahmen im Wilhelm-Gymnasium“

 

2.2 Maßnahmen, die an Unterrichtsfächer gebunden sind (Besondere Maßnahmen)

Über die allgemeinen Maßnahmen hinaus, sind viele Aspekte der Gewaltprävention in die Jahrgangscurricula, insbesondere in den Fächern Werte und Normen, evangelische und katholische Religion, Sport, Geschichte und Politik integriert.

Beitrag der Fächer Werte und Normen (WuN), evangelische (Re) und katholische (Rk) Religion, Sport (Sp), Geschichte (Ge) und Politik (Po)

 

Jg. Fach Sequenz Inhalte/Ziele

5-10

Sp

 

Der Sportunterricht soll bei allen Schülerinnen und Schülern die Freude an der Bewegung und am gemeinschaftlichen Sporttreiben wecken und die Einsicht vermitteln, dass sich kontinuierliches Sporttreiben, verbunden mit einer gesunden Lebensführung, positiv auf ihre körperliche, soziale, emotionale und geistige Entwicklung auswirkt. Gleichzeitig soll Sport in der Schule Fairness, Toleranz, Teamgeist und Leistungsbereitschaft fördern.

Im Zentrum des Sportunterrichts steht das Bewegungshandeln unter verschiedenen Sinngebungen, d.h. die Vermittlung vielfältiger, unmittelbarer Erlebnisse, Erfahrungen und deren reflexive Verknüpfung. Entsprechend ergeben sich u.a. folgende Zielperspektiven des Sportunterrichts:

Entwicklung körper- und bewegungsbezogener Kenntnisse und Einsichten

Ausbildung und Erweiterung sozialer Handlungsfähigkeit

Förderung emotionaler Entwicklung

5-10

Po

 

Förderung politischer und ethischer Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenzen

Förderung von moralischer Urteilskompetenz und politischer Mündigkeit,

Vorbereitung auf ethische und kulturelle Pluralisierung der Gesellschaft,

Befähigung zum kritischen Umgang mit veröffentlichter Meinung,

Entwicklung von alternativen Verarbeitungsformen von Konflikt- und Problemlagen

grundsätzliche Betonung der Gewaltenteilung und der Bedeutung des Grundgesetzes

eignen sich grundlegende Kenntnisse zu den kulturellen und rechtlichen Normen an, die ein zivilisiertes Zusammenleben regeln

5

Ge

Leben im antiken Griechenland; Sparta - ein Staat von Kriegern

Ausrichtung der spartanischen Gesellschaft auf den Krieg

Re

Miteinander leben

Sich der Perspektive von Menschen in anderen Lebenssituationen und anderen religiösen Kontexten annähern und einen Bezug zum eigenen Standpunkt herstellen

Geschwistergeschichten und Frieden stiftende Konfliktregeln der biblischen Tradition mit eigenen Erfahrungen in Verbindung bringen

Re

Jesus – seine Zeit und Umwelt

Lebensförderliche und lebensfeindliche Formen von Religion(en) unterscheiden

Rk

Kinder Gottes in der einen Welt

Benachteiligte Kinder in aller Welt (Kindersoldaten, Kinderarbeit, Straßenkinder)

Kinderrechte

Rk

Jesus – seine Zeit und seine Umwelt

Biblische Beispielgeschichten von der Parteilichkeit Gottes für die Schwachen (z.B. die Erzählung vom barmherzigen Samariter)

WuN

Umgang mit Erfolg und Misserfolg

Entwicklung von Strategien für den Umgang mit eigenen und fremdem Erfolg bzw. Misserfolg

WuN

Regeln für das Zusammenleben

Erläuterung verschiedener Regeln und Rituale sowie deren Bedeutung für das Zusammenleben; Goldene Regel; Bewertung möglicher Folgen von Regelverletzungen; Verhaltens- und Gesprächsregeln

WuN

Zukunftswünsche

Individuelle Zukunftswünsche und gesellschaftliche Zukunftswünsche, Kriterien für ein glückliches Leben

6

Re

Judentum

Sich der Perspektive von Menschen in anderen Lebenssituationen und anderen religiösen Kontexten annähern und einen Bezug zum eigenen Standpunkt herstellen.

Mit Angehörigen anderer Konfessionen und Religionen sowie nicht religiösen Weltanschauungen respektvoll kommunizieren und kooperieren, ohne dabei vorhandene Differenzen zu leugnen.

Die Notwendigkeit gemeinsamer Regeln als Grundlage für ein gelingendes Miteinander aufzeigen.

Rk

Judentum

und Gemeinsam glauben in verschiedenen Kirchen

Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Religionen und Konfessionen kennenlernen, eventuell vorhandene Vorurteile abbauen

Sachgemäße Fragen entwickeln (Dialogkompetenz)

Rk

Gottes Schöpfung

Umgang mit der Schöpfung

Schöpfungsauftrag Gottes an die Menschen (z. B. Tier- und Umweltschutz)

WuN

Begegnung mit Fremdem

Ursachen und Folgen von Vorurteilen gegenüber Fremdem; Möglichkeiten zum Abbau von Vorurteilen

WuN

Monotheistische Weltreligionen

Wesentliche Aspekte der abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam; Funktion der Religiosität für Gläubige; Konflikte mit religiösem Hintergrund

7

Ge

Judentum und Islam: andere Religionen als Minderheit bzw. Konkurrenz

Fremdverstehen: religiöse Wertvorstellungen als Basis des Handelns

Ge

Kolumbus und die Folgen

Entdeckungsreisen und das Spannungsverhältnis zwischen europäischen Eroberern und indigenen Völkern

Re

Sich entscheiden – dem Gewissen folgen

Beispiele tätiger Nächstenliebe mit rücksichtslosen Verhaltensweisen vergleichen

Liebe, Gerechtigkeit und Frieden als zentrale Aspekte der Bergpredigt aufzeigen

Impulse der biblischen Botschaft auf aktuelle Konflikte und eigene Handlungsmöglichkeiten beziehen

Rk

Jesus Christus und seine Botschaft

Das christliche Menschenbild in Grundzügen erläutern

Jesu Ruf zur Nachfolge

Rk

Sich entscheiden – dem Gewissen folgen

Sich mit dem Umgang mit Schuld und dem Angewiesensein auf Vergebung auseinandersetzen

Orientierenden Wert von Vorbildern und Normen beurteilen

Entwicklung des Gewissens

Zehn Gebote, Doppelgebot der Liebe

auf das Gewissen hören lernen

Konsequenzen christlicher Werte im Alltag gestalten

Rk/Re

Propheten gestern und heute

Protesthaltungen gegen entwürdigende Lebensverhältnisse beschreiben (Wahrnehmungskompetenz)

Missstände in der Welt (z. B. Kinderarbeit)

prophetische Rede und prophetisches Handeln als Korrektur menschlicher und religiöser Fehlhaltungen deuten

Was würde ein Prophet heute kritisieren?

WuN

Freundschaft, Liebe und Sexualität

Geschlechtsspezifische Rollenerwartungen im Bereich Liebe und Sexualität; Historische Wandlungen von Vorstellung im Liebes- und Sexualleben

WuN

Leben in einer christlich geprägten Kultur

Darstellung ausgewählter Aspekte der Biografie und Lehre Jesu; Erörterung der Relevanz von Antworten christlicher Ethik für die heutige Zeit

8

 

Ge

Aufklärung

Die Aufklärung als europäische Geistesbewegung, Kant; allmähliche Überwindung absolutistischer Verhältnisse

historische Bedingtheit heutiger Phänomene

Gewaltenteilung als politisches Prinzip

Ge

Französische Revolution;

Menschen- und Bürgerrechte

Ursachen der Französischen Revolution sowie ihre wichtigsten Ergebnisse und Auswirkungen

Menschen und Bürgerrechte

Historische Handlungen und Ereignisse im Hinblick auf Anlässe, Ursachen, Motive und Folgen untersuchen

Rollenspiel (Beschwerdebriefe verfassen)

Grundlagen der Demokratie

Olympe de Gouges

Ge

Napoleon

Herrschaft Napoleons: Wahrung der Revolutionserrungenschaften in Verbindung mit diktatorischen Elementen

Ge

Revolutionäre Bewegungen in Europa im Hinblick auf ihre Auswirkungen

Europa im 19. Jahrhundert

1830 Julirevolution

1848/49

Liberalismus, Nationalismus, Hoffmann von Fallersleben

Ge

Die Soziale Frage

Entstehung der Sozialen Frage in Zusammenhang mit der Industrialisierung:

Arbeits- und Lebensbedingungen eines Fabrikarbeiters

Kinderarbeit

Die soziale Frage als Ausgangspunkt neuer politischer Konstellationen und unterschiedlicher Lösungsansätze

Marxismus, Kommunismus, Proletariat, Sozialdemokratie, Gewerkschaften

Po

Armut

Empathie, Rollendistanz

Po

Politik im Nahbereich, Konflikte in der Gemeinde

Konflikte und Konfliktregulierung

Po

Möglichkeiten politischer Mitwirkung

Zivilcourage

Re

Islam

Mit Angehörigen anderer Konfessionen und Religionen sowie nicht religiösen Weltanschauungen respektvoll kommunizieren und kooperieren, ohne dabei vorhandene Differenzen zu leugnen.

Sich mit anderen religiösen Überzeugungen und nicht religiösen Weltanschauungen begründet auseinandersetzen.

Rk

Begegnung mit dem Islam

Auseinandersetzung mit Vorurteilen gegenüber anderen Religionen

Die Frau im Islam (z. B. Kopftuchgebot)

Dschihad („Heiliger Krieg“)

WuN

Menschenrechte und Menschenwürde

Menschliche Grundbedürfnisse, Menschenbilder unterschiedlicher Epochen, Dilemmata zu Beispielen von Verletzung der Menschenrechte und Menschenwürde

WuN

Verantwortung für Natur und Umwelt

Folgen und Gefahren menschlichen Handelns für Umwelt und Natur; Motive und Gründe für einen verantwortungslosen Umgang mit Natur und Umwelt; ethische Position zur Frage nach der menschlichen Verantwortung für die Natur

9

Ge

Das Deutsche Reich

Das Deutsche Reich von 1871 als Verwirklichung des Einheitsgedankens „von oben“

Verfassung des Deutschen Reiches, Bismarcks Außenpolitik: Bündissystem

Ge

Lebensverhältnisse unter Bedingungen des Obrigkeitsstaates

Aspekte der Wilhelminischen Gesellschaft: Nationalismus und Militarismus, Antisemitismus, Frauenbewegung, Bismarcks Innenpolitik: Sozialistengesetz, Kulturkampf, Sozialgesetzgebung

Ge

Imperialismus

Auseinandersetzung mit Formen des Imperialismus: Gründe für den Imperialismus, formelle/informelle Herrschaft, „scamble for Africa“ und Folgen

Ge

Der 1. Weltkrieg als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“

Internationales Wettrüsten

veränderte Bündnisse in Europa

Krisen im Vorfeld des Krieges

Kriegsausbruch und Kriegsverlauf: neue Kriegsführung

„Materialschlachten“

Ursachen, Motive und Folgen des 1. Weltkrieges

Ge

Russische Revolution

Ursachen der Russischen Revolution: Zarenherrschaft, 1905 erste russische Revolution und erste Arbeiterräte; Februar- und Oktoberrevolution 1917

Stalin/Stalinismus

Ge

Veränderungen in Europa und Weimarer Republik

1919 Versailler Vertrag und seine Bestimmungen

innere und äußere Belastungen der ersten deutschen Demokratie, auch Chancen

Weimarer Verfassung; Dolchstoßlegende; Scheidemann, Ebert, Rosa Luxemburg

Ge

Deutschlands Weg von der Isolation zur internationalen Kooperation

1922 Vertrag von Rapallo

1925 Vertrag von Locarno

Stresemann/Briand

Ge

Aufstieg der NSDAP

Belastungsfaktoren der späten Weimarer Republik beurteilen und den Aufstieg der NSDAP in diesen Zusammenhang einordnen

Aus Wissen und Einsichten über die Vergangenheit Beurteilungsmaßstäbe und Handlungsalternativen für die Gegenwart entwickeln

Hindenburg, Brüning, Hitler

Po

Parteien

Vermittlung von Einsichten und Erkenntnissen über Gesellschaft und Politik, die rechtsextremen Denkweisen widersprechen

Po

FDGO

Entwicklung eines grundlegenden und handlungsleitenden Bewusstsein zu den universell geltenden und unaufgebbaren Prinzipien körperlicher und psychischer Unversehrtheit und freier Persönlichkeitsentfaltung unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte anderer

Po

Der Jugendliche in der Rechtsordnung

Straf- und zivilrechtliche Sanktionen

Umgang mit Regelverstößen unterschiedlicher Schwere

Re

Zuspruch und Anspruch Gottes in den Schöpfungserzählungen und der Bergpredigt

Beispiele voraussetzungsloser Vergebung für die Erfahrungswelt entwerfen, mögliche Auswirkungen einschätzen, die Aufforderung zur sinnvollen Gestaltung des Lebens gestalterisch zum Ausdruck bringen

Re

Buddhismus

Sich der Perspektive von Menschen in anderen Lebenssituationen und anderen religiösen Kontexten annähern und einen Bezug zum eigenen Standpunkt herstellen

Beispiele für interreligiöse Projekte beschreiben und Regeln für einen respektvollen positionellen Dialog zwischen Angehörigen verschiedener Religionen entwickeln

Rk

Auf der Suche nach Gerechtigkeit und Frieden – Die Bergpredigt

personale und gemeinschaftsbezogene Visionen von gelingendem Leben beschreiben

das Proprium christlicher Ethik

konkrete Hilfe in Konfliktlagen dokumentieren

Lektüre der Bergpredigt (Mt 5-7)

die Seligpreisungen

umstrittene Gewaltlosigkeit

Feindesliebe

die Goldene Regel

das Vaterunser

die Bedeutung der Bergpredigt für das alltägliche Leben

aktuelle Beispiele für Zivilcourage dokumentieren

WuN

Entwicklung und Gestaltung von Identität

Entwicklungsstufen von Identität; Bedeutung von Krisen als Wendepunkte; individuelle und gesellschaftliche Wandlungen von Glücksvorstellungen

Rk

Religion und Religionen

die ethischen Implikationen der Weltreligionen erörtern

Positionen im Streit um die Wahrheit darstellen

gesellschaftlich relevante Fragestellungen aus Sicht der Weltreligionen medial aufbereiten

10

Ge

Nationalsozialismus

 

 

 

 

Machtübernahme und Herrschaftssicherung: 1933 Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, Ermächtigungsgesetz, Ausschaltung von politischen Gegnern

NS-Ideologie und Lebenswirklichkeit unter der nationalsozialistischen Diktatur

Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus

Reflexion über die Perversion der Menschenrechte

Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Nationalismus, Antikommunismus, Totalitarismus, Lebensraumideologie, Volksgemeinschaft: Exklusion statt Inklusion), SS-Staat, Führerprinzip, Judenverfolgung, Shoa/Holocaust, Kriegsverbrechen, Euthanasie

Ge

verschiedene Formen und Ziele des Widerstands gegen das NS-Regime

Zivilcourage

Weiße Rose/Geschwister Scholl, Bonhoeffer, Stauffenberg

Aus der Gegenwart problemorientierte Fragen an die Vergangenheit stellen

Ge

Weltkrieg II: Verlauf und Folgen

Vergleich: Probleme des Friedenschließens am Ende des WK I und des WK II

Ge

Zwei deutsche Staaten

Die unterschiedlichen Formen gesellschaftlichen Lebens in beiden deutschen Staaten vergleichen (Amerikanisierung, Konsumgesellschaft, Stasi, Jugendkultur, etc.)

Herstellen von Gegenwartsbezügen

Reflexion über Veränderungsprozess in der Geschichte

Ge

„Die friedliche Revolution“/Montagsdemonstrationen und der Fall der Mauer 9.11.1989

Reflexion und Bewertung unter Betrachtung von Gegenwartsbezügen

Po

Migration

Umgang mit Unbekanntem und Fremdem zum Lernen und zur Persönlichkeitsbildung;

Perspektivwechsel: das Eigene im Fremden

Re

Christen und Juden im Nationalsozialismus

Lebensförderliche und lebensfeindliche Formen von Religion(en) unterscheiden.

Mit Angehörigen anderer Konfessionen und Religionen sowie nicht religiösen Weltanschauungen respektvoll kommunizieren und kooperieren, ohne dabei vorhandene Differenzen zu leugnen.

Re

Glaube und Zweifel an Gott

Widerfahrnisse des Lebens als Situationen wahrnehmen, in denen die Frage nach Gott aufbricht und Menschen sich in Lob, Klage und Anklage an Gott wenden

die Theodizeefrage und eine christlich begründete Auseinandersetzung damit in Grundzügen darlegen

ein Beispiel dafür geben, dass Menschen auch im Leid durch den Glauben tragfähige Hilfe erfahren

Rk

Glaube an Gott – Zweifel an Gott

die persönliche und gesellschaftliche Bedeutung des Gottesglaubens erörtern

Hiob

die Frage nach dem Leid; mögliche Antworten und deren kritische Bewertung

Vom Weltgericht (Mt, 25, 31-46)

das Gottesbild Jesu

WuN

Ethische Grundlagen für Konfliktlösungen

Beispiele für individuelle, gesellschaftliche und ethnische Konflikte; verschiedene Formen und Erscheinungsformen von Gewalt; Ursachen, Anlässe und Entwicklungen von Konflikten

Rk

Kirche im Nationalsozialismus

das Engagement der Kirche in der Gesellschaft beschreiben

eine Auseinandersetzung zwischen Kirche und Staat bewerten

nationalsozialistische Kirchenpolitik

Stellungnahmen der Kirche zur Judenverfolgung (1933)

Enzyklika „Mit brennender Sorge“ (1937)

die evangelische Kirche im 3. Reich („Deutsche Christen“, „Bekennende Kirche“)

Formen des Widerstandes

Bischof von Galen und die Euthanasie

D. Bonhoeffer

Wort der deutschen Bischöfe aus Anlass des 50. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1995

Besuch einer Gedenkstätte

 

 

3. Kontaktadressen

Soforthilfen in Braunschweig

Das Frauenhaus Braunschweig (bei häuslicher Gewalt)
Das Frauenhaus Braunschweig bietet eine Anlaufstelle für Erwachsene und ihre Kinder rund  um die Uhr.
Tel.: (0531) 2801234, E-Mail: info@frauenhaus-braunschweig.de

BISS-Beratungs- und Interventionsstelle Braunschweig (bei häuslicher Gewalt)
Hochstraße 18, 39102 Braunschweig, Tel.: (0531) 7075228, E-Mail: biss-bs@t-online.de
Öffnungszeiten: Mo, Di 13.00 - 15.00 Uhr; Mi, Do 10.00 - 12.00 Uhr

Die Polizei
Hilfe rund um die Uhr, Notruf 110. Die Polizei hat auch die Möglichkeit, den Täter aus einem Haus oder der gemeinsamen Wohnung wegzuweisen, so dass Erwachsene und ihre Kinder dort geschützt sind. 

Ärztlicher Notfalldienst
Tel.: (0531) 44033 oder 116117
Mo, Di, Do 19.00- 23.00 Uhr ; Mi, Fr 15.00- 23.00 Uhr; Sa, So, Feiertage 9.00- 23.00 Uhr

Bundesweites Hilfetelefon (bei Gewalt gegen Frauen)
Tel.: 08000 116 016, www.hilfetelefon.de

Telefonseelsorge Braunschweig
Tag und Nacht ist die Telefonseelsorge Braunschweig an allen Tagen des Jahres unter der Nummer 0800 111 0 111 (evangelisch), 08001110222 (katholisch), 08001110333 (Kinder- und Jugendtelefon) zu erreichen.

Beratungsstellen

Frauen- und Mädchenberatung bei sexueller Gewalt e.V.
Goslarsche Straße 88, 38118 Braunschweig, Telefon: (0531)  233 66 66, Telefax: (0531) 233 66 68
E-Mail: frau-maed-beratung-bs@gmx.net, Achtung: Wir machen keine E-Mail-Beratung!
Telefonische Sprechzeiten: Di, Do in der Zeit von 9.30-11.30 Uhr
Offene Beratung: Mi  in der Zeit von 15.00-17.00 Uhr.
In die offene Beratung kann man ohne vorherige Terminabsprache kommen

Der Weiße Ring
Der Weiße Ring e.V. unterstützt Kriminalitätsopfer und ihre Angehörigen, berät insbesondere in rechtlichen Fragen und betont den Vorbeugungsaspekt. Opfernotruf  (gebührenpflichtig) 01803  34 34 34

Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Braunschweig e.V.
Der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Braunschweig e.V. bietet Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen für Familien sowie für Kinder und Jugendliche – persönlich und auf Wunsch anonym.
Ansprechpartnerin: Frau Brühl, Madamenweg 154, 38118 Braunschweig, Tel.: (0531) 81009
 www.dksb-bs.de, E-Mail: info@dksb-bs.de

Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim
Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (kath.) bietet Beratung sowie ein Kommunikationstraining für Paare. Zudem versteht sich der Elternkurs „KESS“ als präventives Angebot für Eltern.
Aegidienmarkt 11, 38100 Braunschweig, Tel.: (0531) 126934
www.eheberatung-braunschweig.de, E-Mail: info@eheberatung-braunschweig.de

Ev. Ehe-, Lebens- und Krisenberatung
Das Angebot der Evangelischen Ehe-, Lebens- und Krisenberatungsstelle steht allen Erwachsenen offen, die zur Bewältigung von Konflikten und Krisen im persönlichen, partnerschaftlichen, familiären und sozialem Bereich fachkundige Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.
Parkstr. 8a, 38102 Braunschweig, Tel.: (0531) 220330, www.lebensberatung-braunschweig.de

Frauenberatungsstelle e.V.
Wir bieten für Frauen jeden Alters, jeder Kultur und jeder sexuellen Orientierung psychologische Beratung, Krisenintervention und Informationen bei sozialrechtlichen Fragen an.
Hamburgerstr. 239, 38114 Braunschweig, Tel.: (0531) 3240490
www.frauenberatungsstelle-bs.de, E-Mail: frauenberatungsstelleBS@t-online.de

Kinder, Jugend und Familie: Beratung im Fachbereich 51 („Jugendamt“) der Stadt Braunschweig
Eiermarkt 4-5, 38100 Braunschweig, Tel. 0531/470-8415

Jugendberatung bib
Bei der Jugendberatung bib werden Jugendliche und junge Volljährige in allen Bereichen des Lebens kompetent und kostenlos beraten.
Domplatz 4, 38100 Braunschweig, Tel.: (0531) 52085,   offene Beratung Mo- Fr 14.00- 17.00 Uhr
www.jugendberatung-bib.de, E-Mail: jugendberatung-bib@b-e-j.de

Jugendberatung Mondo X
Die Jugendberatung mondo X bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 26 Jahren kostenlos und unter Schweigepflicht Beratung bei Problemlagen wie z.B. Kontaktschwierigkeiten, Problemen in der Schule oder Ausbildung, familiären und psychischen Belastungen an.
Paul-Jonas-Meier-Str. 42, 38104 Braunschweig, Tel.: (0531) 377374
www.mondo-x.de, E-Mail: info@mondo-x.de

Männerberatungsstelle Braunschweig
Die Männerberatungsstelle berät Männer, männliche Jugendliche und Jungen ab ca. 11 Jahren und arbeitet mit Klienten, die als Täter oder als Opfer aufgetreten sind. Diese Kommunikation orientiert sich an den Bedürfnissen des Gegenübers und wird ressourcenorientiert und empathisch geführt.
Ansprechpartner: Christof Görlich, Saarbrückener Str. 134, 38116 Braunschweig
Tel.: (0531) 579451, 01520/ 281 34 84, www.maennerberatung-braunschweig.de, christofgoerlich@arcor.de

Opferhilfebüro Braunschweig
Das Opferhilfebüro Braunschweig ist die Anlaufstelle für alle Opfer von Straftaten und deren Angehörigen - Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden hier Unterstützung.
Hochstr. 18, 38102 Braunschweig, Tel.: (0531) 7017877
www.opferhilfe.niedersachsen.de, E-Mail: opferhilfebuero-braunschweig@web.de

SOLWODI Niedersachsen e.V. Beratungsstelle für ausländische Frauen und Mädchen in Not
SOLWODI unterstützt dich, wenn Du gezwungen wirst, jemanden zu heiraten, den Du nicht willst und den Du nicht kennst. Wenn in Deiner Familie von „Ehre“ gesprochen wird und Du Dich nicht frei bewegen darfst, Du geschlagen und misshandelst wirst. Wenn Du in Deiner Familie so nicht mehr leben willst.
Bernerstr. 2, 38106 Braunschweig, Tel.: (0531) 473 8112
www.solwodi.de, E-Mail: braunschweig@solwodi.de

Stadt Braunschweig, Gesundheitsamt, Gesundheits- und psychosoziale Beratung für Migrantinnen und Migranten
Die Gesundheits- und psychosoziale Beratung für MigrantInnen des Gesundheitsamtes der Stadt Braunschweig bietet Beratung, Betreuung und Begleitung für Erwachsene, Kinder und Jugendliche in verschiedenen Sprachen an. Sie ist an den Sozialpsychiatrischen Dienst angliedert.
Ansprechpartnerin: Frau Engel, Hamburgerstr. 226, 38114 Braunschweig, Tel.: (0531) 470 70 19
E-Mail: engel@braunschweig.de

 

 

2.16 Hausaufgaben

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