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Herzog Anton Ulrich-Museum inspiriert Kunstunterricht am Wilhelm-Gymnasium

05.02.2019: Der Kunstkurs 12A ist schon fast zu Hause im „HAUM“ um die Ecke:

In der großen Pause losgehen, zum prachtvollen Barockgebäude an der Museumsstraße 1, durch die riesige Bronzetür hindurch, in den Keller hinunter die Jacken im Schließfach verstauen … und ab zur spannenden Führung in die luftigen Räume mit den kostbaren Gemälden und anderen Sammlungsstücken – es ist ein eingespielter Ablauf geworden.

Herzog Anton Ulrich-Museum

Cordes, Herzog Anton Ulrich-Museum Bildquelle 31.01.2019

Mehrmals schon nahmen wir das großzügige Kooperationsangebot des Museums wahr, kostenlos in das ebenso lebendige wie inspirierende Museum zu kommen und lediglich 1 Euro pro Schülerin / Schüler für die sehr kompetenten Führungen der Museumspädagoginnen zu bezahlen.

Die zwei letzten Führungen durch Frau Dr. Nahrwold waren ein „Geschenk“ und Highlight in Ergänzung zum aktuellen Kunstunterricht im Hinblick auf eines der Zentralabitur-Themen 2019 [„Positionen des Porträts in Grafik und Malerei des 20. Jahrhunderts“]. In der Sonderausstellung „Graphische Selbstbildnisse des 20. Jahrhunderts“ brachte sie uns Leben und Werk einiger ausgewählter Künstler eindrücklich durch spannende Hintergrundberichte und Zitate nahe. Auch beim Besuch des Kupferstichkabinetts mit 10 eigens für unsere Gruppe ausgelegten Grafiken von Horst Janssen aus seinem Zyklus „Hannos Tod“ beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler engagiert und fachlich versiert. Die wegen ihrer hohen Lichtempfindlichkeit besonders aufwändig gelagerten Kunstwerke wurden extra für uns zum Studium herausgeholt. Wir fühlten uns gewürdigt, dass wir direkt vor diesen Blättern sitzen und diese - erlaubt nur mit Bleistift – abzeichnen durften.

 

Horst Janssen, Selbst, aus der Folge „Hanno's Tod“, 1972.Strichätzung, Flächenätzung, Kaltnadel, 222 mm × 148 mm, Kunsthalle Bremen. Quelle: Meisterwerke der Kunst, Mappe 56, Villingen-Schwenningen 2008

Studiensaal des Kupferstichkabinetts im Herzog Anton Ulrich-Museum

Quelle, 31.01.2019

 

 

Mit den Eindrücken aus dem Museum im Hinterkopf setzte sich der Kurs in den folgenden Kunststunden an die eigene künstlerische Umsetzung des Themas Selbstporträt. Es entstanden realistische Zeichnungen, Verfremdungen / Verzerrungen des eigenen Gesichts und Metamorphosen. Horst Janssens Technik der Kaltnadelradierung interessierte die Schülerinnen und Schüler besonders. Als Vorübung ritzten und färbten sie ausgediente CDs, um das Selbstbildnis mit Hilfe der Druckwalze auf Aquarellpapier zu drucken. Im nächsten Schritt „radierten“ sie weitere Selbstporträts auf Zinkplatten.

 

Herstellung von Druckvorlagen auf CDs

Herstellung von Druckvorlagen auf CDs

 

Übertragung von Bleistiftskizzen auf Zinkplatten

Übertragung von Bleistiftskizzen auf Zinkplatten

 

„Verfremdete Selbstbildnisse“ auf CDs

„Verfremdete Selbstbildnisse“ auf CDs Bild vergrößern

 

Klausurergebnisse (links) und verfremdetes Selbstbildnis (rechts) – Kultur im Winter 21.01.1019

Klausurergebnisse (links) und verfremdetes Selbstbildnis (rechts) – Kultur im Winter 21.01.1019
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Text und Fotos aus dem Unterricht: A. Adomeit, Kunstlehrerin am Wilhelm-Gymnasium

 

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