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UNESCO-Projektschulen – Euro-Arabischer-Dialog 2018

17.03.2018: Seit Februar 2018 sind wir interessierte UNESCO-Schule, das heißt: Ab sofort können wir, Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Gymnasiums, im weltweiten UNESCO-Netzwerk mitarbeiten.

Mir, Ibrahim Al-Mousllie, wurde deshalb die Möglichkeit geboten, am Euro-Arabischen Dialog 2018 teilzunehmen. Dieses Projekt, geleitet von der UN-Sonderorganisation UNESCO, fand auf dem afrikanischen Kontinent unter dem Motto „Global denken, lokal Handeln“ statt: sieben Tage in Afrika, in denen ich mich mit anderen Jugendlichen aus Europa und der arabischen Welt ausgetauscht und vernetzt habe.

Eine Reisebeschreibung oder: Braunschweig – Berlin – Tunis

Meine Reise begann schon in der Nacht, da der Flug um 7.00 Uhr in Berlin startete und Treffpunkt um 5.00 Uhr am Gate war. Nachdem alle kurz nach 5.00 Uhr eingetroffen waren, bekamen wir bis zum Abflug Zeit einander kennenzulernen. Im Flug von Berlin nach Instanbul saßen wir alle zusammen, dann von Istanbul nach Afrika aber getrennt. Angekommen in Tunis traf ich auf ungefähr zwanzig Deutsche, die jeweils aus anderen Städten angereist waren. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, begrüßten uns die Tunesier mit Schildern und einem Lächeln sehr herzlich. Zusammen sind wir dann mit dem Bus in unser Hotel gefahren. Ein bisschen verloren im Bus, da ich niemanden kannte, riefen mir die Tunesier zu: “Hier ist ein Platz für dich frei!” Uns erwarteten viele Konferenzen, Workshops und Tagungen. Hierbei können wir Kontakte knüpfen und unsere Sicht der Welt in den gemeinsamen Dialog einbringen.

Als wir im Hotel ankamen, waren alle beeindruckt. Es hatte wohl niemand erwartet, in einem solchen Hotel untergebracht zu werden (all-inclusive etc. – aber ich will nicht schwärmen ...). Mein Zimmergenosse war sehr entspannt und amüsant.

Nach einer kurzen Pause wurden die Projekte, welche Bedingung für die Teilnahme waren, noch am selben Abend präsentiert. Mein Thema: „Die Partizipation der Jugend für eine nachhaltige Zukunft“ lud zu einer angeregten Diskussion ein und am Ende des Tages war ich froh und erleichtert, auch diese Hürde gemeistert zu haben.

Ein paar Projektideen der anderen Teilnehmer eigneten sich sicherlich sehr gut zur Umsetzung an unserer Schule. Am Ende der Präsentationsphase gingen alle auf ihr Zimmer, bis wir uns später am Abend trafen. Am nächsten Morgen, wie jeden weiteren Tag, trafen wir nach dem Frühstück  gegen 9.00 Uhr im Konferenzraum ein. Dann wurde das Tagesprogramm besprochen. Neben der Teilnahme an Diskussionen und Projektenpräsentationen nahmen wir noch an einigen Exkursionen teil, beispielsweise einer Reise zur UNESCO-Welterbestätte Karthago.

Natürlich hatten wir auch viel Freizeit, um uns kennenzulernen und außerhalb des Programms Kontakte zu knüpfen. Die große Hotelanlage mit verschiedensten Freizeitmöglichkeiten erzeugte eine angenehme Atmosphäre, sie schuf die perfekte Balance zwischen Workshops und Freizeitaktivitäten, um einen sinnvollen Euro-Arabischen Dialog zu führen.

Ich selbst habe die Zeit als sehr lehrreich empfunden. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, welche meinen Horizont erweitert haben. Darunter war besonders die Sichtweise der Tunesier, aber auch der Libanesen interessant, weil sie sich in mancher Hinsicht von der europäischen bzw. westlichen Sicht unterschieden. So hatte ich das Gefühl, dass mich neben den Workshops auch der ständige Umgang miteinander in vielerlei Hinsicht bereicherte. Aus diesem Grund werde ich versuchen mit einigen Tunesiern in Kontakt zu bleiben, aber auch mit einigen Deutschen, weshalb ich mich sehr auf das Treffen der deutschen Teilnehmer, organisiert von der UNESCO, in Deutschland freue.

Selbstverständlich konnte ich in den dort geführten Gesprächen und Workshops mein Englisch verbessern, wobei dieses Projekt als Sprachreise für mich eher im Hintergrund stand, im Gegensatz zu dem erlangten Wissen über die dortige Kultur, zu den Erfahrungen und Ansichten dieser jungen Menschen.

Dieses Projekt der UNESCO, diese Reise in eine andere Kultur, ist eine Bereicherung für jeden, daher kann ich jedem nur nahelegen, die verschiedenen Angebote, die uns, den Schülerinnen und Schülern des WGs als UNESCO-Schule angeboten werden, in Anspruch zu nehmen.

Ibrahim Al-Mousllie

 

 

Fotos: Ibrahim Al-Mousllie, UNESCO-Projektschulen Bundeskoordination

 

 

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