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Panorama

Xanten – Eine Kursfahrt

19.09.2018: Es gibt viele schöne Städte auf der Welt, doch warum sollte man nach Berlin, Prag oder Paris reisen, wenn man stattdessen auch das wunderschöne Xanten besuchen kann? Ihr wisst nicht, wo das liegt? Ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist nur, dass geringe Erwartungen den Vorteil haben, dass sie leicht übertroffen werden können. Genau das passierte nämlich bei der Fahrt des Lateinkurses von Herrn Conrad. Ein Großteil des Kurses hatte sich kaum Hoffnung gemacht, in Xanten etwas Interessantes erleben zu können, doch wurden wir alle positiv überrascht. Der nahegelegene Archäologische Park Xanten präsentierte sich als enorm interessante Stätte römischer Kultur. Er zeigte uns viele Facetten einer römischen Stadt, von wieder aufgebauten Amphitheatern und Tempeln bis hin zu einer gewöhnlichen Häuserreihe, die von den Römern aber mit Tricks wie einem vollständig überdachten Gehweg versehen wurde. Trotz dieser bereits beeindruckenden archäologischen Leistung dauern die Ausgrabungen bis heute an und viele Fundstücke warten noch auf ihre Entdeckung.

Auch das Fahrrad als einziges Fortbewegungsmittel stellte sich als Vorteil heraus, da auf diese Weise sowohl Wartezeiten für Busse als auch anstrengende Fußmärsche umgangen werden konnten. Noch dazu zeigte unsere Radtour an den Rhein, dass es auch nordwestlich des Ruhrgebietes schöne Landschaften gibt.

Natürlich hat jeder schöne Ort auch seine Kehrseiten. Unsere Unterkunft auf einem Heuhotel könnte als „gewöhnungsbedürftig“ bezeichnet werden: Das Schlafen im piksenden Stroh und eine spartanische Kücheneinrichtung sind dafür gute Beispiele.

Dennoch schien selbst das Wetter Xanten zu mögen, sodass der Himmel erst am Tag der Abreise zu weinen begann. Alles in allem war es eine Kursfahrt der ganz anderen Art, kam aber gut an und war eine einzigartige Erfahrung.

Niklas Mühlhausen

 

 

Fotos: S. Conrad  

 

 

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