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Exkursion der Luftfahrttechnik AG zur Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin (ILA)

15.10.2018: Am Freitag, dem 28.04. machten wir uns gegen 7.45 Uhr gemeinsam auf den Weg nach Berlin-Schönefeld. Obwohl wir in Berlin erst einmal die S-Bahn verpasst hatten, kamen wir doch pünktlich am Messegelände an und wurden gleich von den Mitarbeitern von Airbus freundlich in Empfang genommen.

Zuerst gab es eine Führung durch das ILA Career Center, in dem man sich über spätere Berufs- und Karrieremöglichkeiten im Gebiet der Luft- und Raumfahrt vielfältig informieren und beraten lassen konnte.

Anschließend waren wir exklusive Gäste im Airbus Chalet, dem großen Demonstrations- und Veranstaltungspavillon des größten kommerziellen Ausstellers auf der ILA.
Mit moderner Visualisierungstechnik konnten wir hier mithilfe von VR- (Virtual Reality) und AR- (Augmented Reality) Brillen die verschiedenen Flugzeuge der Airbus Produktpalette bestaunen oder auch eine Marsrover Mission steuern. Unsere netten Gastgeber hatten natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt, auf der erhöhten Terrasse mit bestem Ausblick auf das Static Display der ILA.

Nach der kleinen Stärkung ging es dann in die Raumfahrt-Halle, wo wir unter anderem ein Triebwerk der Ariane 6 und den deutschen Backup-Astronauten Matthias Maurer gesehen haben. Das Tolle an der ILA ist, dass man sich viele Exponate und Flugzeuge hautnah anschauen konnte und auch immer qualifiziertes Personal gute Informationen dazu geben konnte.

Besonders interessant war das Helikoptertaxi CityAirbus, welches uns im FutureLab von einem Airbus-Ingenieur vorgestellt wurde. Es handelt sich dabei um ein Mehrpersonenfluggerät, das senkrecht startet und landet. Es fliegt elektrisch und ist dadurch bestens für innerstädtische Mobilität geeignet. CityAirbus soll bis zu vier Personen über die Verkehrsstaus von Mega-Städten hinweg auf schnellem, erschwinglichem und umweltfreundlichem Weg ans Ziel zu bringen. Der Erstflug ist für Dezember 2018 geplant. Ein Airbus-Mitarbeiter zeigte uns auch den Hubschrauber-Demonstrator mit dem Pseudonym „Racer“ (Rapid And Cost-Effective Rotorcraft). Dieser neue innovative Helikopter wird verschiedene Innovationen enthalten und ist auf eine Reisegeschwindigkeit von über 400km/h ausgelegt, um Geschwindigkeit, Kosteneffizienz, Nachhaltigkeit und Missionsleistung optimal zu kombinieren. Der einfache Aufbau des Racers garantiert Sicherheit und Kosteneffizienz. Das innovative „Boxwing“-Design für maximale aerodynamische Effizienz ermöglicht das Abheben im Flugmodus, während es die Passagiere im Bodenbetrieb von den seitlichen Rotoren abschirmt, die im Vorwärtsflug für Schub sorgen. Die Endmontage soll 2019 beginnen, damit die Maschine im darauffolgenden Jahr zum Erstflug abheben kann.

Nachdem wir uns in den Hallen noch ein wenig an verschiedenen Ständen umgeschaut hatten, wollten wir unbedingt den Airbus A380 der Fluglinie Emirates, das größte Passagierflugzeug der Welt, besichtigen. Nach einer kurzen Wartezeit, da an diesem Tag nur Fachpublikum das Gelände besuchen durfte, konnten wir vermutlich eines der luxuriösesten Linienflugzeuge der Welt bestaunen.

Anschließend waren wir aufgefordert, uns weiter alleine in Kleingruppen umzuschauen, um noch mehr Flugzeuge hautnah kennenlernen zu können.

Mir hatten es besonders diese drei Flugzeuge angetan:

  • die A350 XWB, das technisch modernste Flugzeug der Welt
  • die Antonov AN 225 Mrija, das größte Flugzeug überhaupt und
  • die A340 BLADE (Breakthrough Laminar Aircraft Demonstrator in Europe), ein Forschungsflugzeug zur Erforschung von konstruktiv verschieden aufgebauten Laminar-Profilen zur Verringerung des Kerosinverbrauchs durch Widerstandsreduzierung.

Zum Abschluss besuchten wir noch einen Vortrag von Thomas Reiter, dem deutschem Astronauten mit den meisten Weltraumtagen. Der ehemalige Bundeswehrpilot ist sowohl auf der russischen Raumstation Mir als auch auf der internationalen Raumstation ISS gewesen. Er konnte uns also eindrucksvoll erzählen, wie sich diese Systeme unterscheiden und ob er lieber mit einer Sojus-Rakete oder einem Spaceshuttle ins All geflogen ist.

Zum Ende des aufregenden Tages auf der ILA konnten wir noch den extrem wendigen, aber auch unglaublich lauten, Euro Fighter in einer beeindruckenden Flugdemonstration am Himmel über der ILA erleben.

Danach ging es wieder mit dem Zug zurück nach Braunschweig und ein wenig Erschöpfung ob des langen aber auch tollen Tages machte sich in den Schülerinnen und Schülern der Luftfahrttechnik AG breit.

Ein Erfahrungsbericht von Taner Topkaya, Klasse 8m1

 

 

    Fotos: D. Bielenberg

 

 

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