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Filzspiralen

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Kontrabassist Thierry Roggen am WG

27.12.2017: Musik, das ist Notenlesen und Singen und vor allem elendige Musikgeschichte über diesen Mozarttypen und Johannes Sebastian Bach oder wie auch immer der hieß, Sonatenhauptsatzform, Pentatonische Skalen und unzählige italienische Begriffe.
Da wähle ich lieber Kunst.

Musik ist aber auch eine Sprache, die jeder spricht. Musik ist Hingabe, sie ist Leidenschaft, sie ist stundenlang proben und manchmal an einzelnen 32-teln verzweifeln. Musik ist sogar ein Beruf.

Am Montag, dem 18. Dezember 2017, war Thierry Roggen im Rahmen des Projektes „Rhapsody in School“ am Wilhelm-Gymnasium und hat sich uns SchülerInnen für Fragen zur Verfügung gestellt.

Neben allgemeinen Informationen über das Leben eines Kontrabassisten und Komponisten – es ist gewiss kein eintöniger und routinierter Beruf, sodass die Frage „Wie lange üben Sie pro Tag?“ nur mit „Zwischen null und dreizehn Stunden“ beantwortet werden konnte –, erzählte Thierry Roggen auch Anekdoten aus seinem eigenen Leben, zum Beispiel wie klein der eigene Kleintransporter werden kann, wenn nicht nur die eigenen Kontrabässe transportiert werden müssen, sondern man ausgerechnet auch noch mit einer Harfenistin befreundet ist.
Es war beeindruckend, einem jungen Menschen zu begegnen, der so selbstdiszipliniert und passioniert ein Instrument spielt und sich deshalb in musikalischen Sphären bewegt, die man als SchülerIn normalerweise nur von Weitem erahnen kann.

Mit zwei verschieden gestimmten Kontrabässen ist der Solist angereist, um am Abend in der Stadthalle zusammen mit dem Staatsorchester Braunschweig Johannes Matthias Spergers 16. Kontrabasskonzert und Moritz Eggerts Kontrabasskonzert „Primus“ zu spielen. Bei letzterem sorgte die Palette ungewöhnlicher Instrumente – ein klimperndes Toy Piano oder eine Kiste voller Dosen, eine Fahrradklingel und eine Sirene bei der Percussion – für Belustigung, zumindest bei uns SchülerInnen. Bei „Primus“ fiel leider auf, dass der Kontrabass, obwohl er verstärkt wurde, zu leise war, um als Soloinstrument aus dem Orchester herauszustechen.

Des Weiteren wurden Claude Debussys „La Mer“ und „Boléro“ von Maurice Ravel aufgeführt, mit denen wir uns bereits im Musikunterricht beschäftigt hatten und nach denen man den Konzertsaal nur lächelnd verlassen kann.

Isabel Dralle

 

 

  Fotos: WG

 

 

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