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Wir gemeinsam mit Flüchtlingen

17.09.2017: Zunächst ein Dank an die Personen, ohne die die Durchführung des Projekts nicht möglich gewesen wäre: An Frau Kämpfe (WG-Mutter), Frau Murad-Stülten von der DRK-Kaufbar, an unsere ehemalige Kollegin Frau Kurz für die Vermittlung der Begegnungen und die Ermöglichung der Exkursionen sowie dem Geschäftsführer der Fa. Weiß, Herrn Ebel (Ehemaliger), für die ausgesprochen günstige Überlassung von viel Origamipapier!

Ziel des Projekts war, dass die Teilnehmer sich vor Ort über die Lage der Flüchtlinge in Braunschweig informieren und persönliche Kontakte knüpfen konnten.

Am Tag der Vorbesprechung wählten die Teilnehmer aus vielen verschiedenen Möglichkeiten ihre Favoriten für die Projektwoche, und wir Leiterinnen stellten daraus ein Programm zusammen.

Am Montag konnten die zwanzig Schülerinnen und Schüler aus Klasse 8-11 Frau Kämpfe und Frau Murad-Stülten, die für das DRK mit Flüchtlingen arbeiten, viele Fragen über deren Situation in Braunschweig stellen. Anschließend lernten sie, Origami-Schmetterlinge und -Vögel zu falten, weil uns diese Tätigkeit bei unseren Begegnungen vor Ort immer begleiten würde: Wir bastelten zusammen mit Flüchtlingen und/oder verschenkten sie an die Menschen, die uns begegneten. Vor allem sollten die Tiere am Freitag zusammen mit Flüchtlingen in der Stadt verteilt werden. Auch Plakate für diese Aktion wurden in Arbeitsgruppen gestaltet.

Am Dienstag besichtigten wir mit Frau Kurz die Flüchtlingsunterkunft in Melverode, deren Architektur wir als ansprechend empfanden. Wir durften auch eine der kleinen Wohnungen besichtigen und einige der Schüler konnten mit ein paar Flüchtlingen, die überwiegend aus Nepal kamen, Spiele und Übungen zum Deutschlernen machen. Die anderen falteten eifrig ihre Schmetterlinge und einige zeigten den Flüchtlingen, wie man sie herstellt.

Am Mittwoch und Donnerstag wurde die Gruppe geteilt: Je eine Hälfte besuchte das Kleidercenter des DRK in der Petzvalstraße, ließ sich alles zeigen und half auch etwas mit, die andere Hälfte betreute in der LAB in der Boeselagerstraße mit Hilfe der Deutschlehrerin und weiterer Helfer vom DRK eine Gruppe von Flüchtlingskindern im Grundschulalter. Das war angesichts von deren Lebhaftigkeit eine echte Herausforderung, die die Schülerinnen und Schüler gut gemeistert haben.

Am Freitag besuchten uns am WG vier junge Flüchtlinge, die schon gut Deutsch sprachen und sich in Kleingruppen zum Gespräch zur Verfügung stellten. Diese Gruppen gingen später gemeinsam in die Stadt und verteilten unter dem Motto „einfach nur Danke“ Origamitiere und -herzen an Passanten, um den Braunschweigern Danke zu sagen für die freundliche Aufnahme, Spenden- und Hilfebereitschaft gegenüber den Flüchtlingen, von der wir im Laufe der Woche viel gehört hatten. Dabei machten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den jungen Flüchtlingen die unterschiedlichsten Erfahrungen: Freundliche und unfreundliche Reaktionen aller Art. Unsere Gäste konnten sich dann noch die Projektwochen-Präsentationen im WG ansehen und an der Abschlussrunde teilnehmen.

Alle Teilnehmer äußerten sich positiv über die in der Woche gemachten Erfahrungen.
Am Abend waren sie vom WG zur Party eingeladen worden, und „Partypaten“ aus dem Kreis der Projektteilnehmer wollten dafür sorgen, dass sie sich dort nicht allein fremd fühlen. Allen Spendern, darunter auch andere Projektgruppen, sei Dank für die Spenden für den Getränkezuschuss. Was davon übrig ist, bekommt ebenso wie das restliche Origamipapier die DRK-Flüchtlingshilfe.

Es war eine Woche mit vielen Eindrücken, die bei den Einzelnen viele Gedanken angestoßen und einige zum persönlichen Engagement angeregt hat.

Zum Schluss ein Hinweis: In der Adolfstraße fast gegenüber zum WG befindet sich eine Geschäftsstelle des DRK mit zwei großen Containern, in die Kleider, Schuh-, Taschen- und Wäschespenden (Handtücher werden immer gesucht) gut verpackt eingeworfen werden können. Wir konnten uns davon überzeugen, dass mit diesen Spenden im Kleidercenter verantwortungsvoll umgegangen wird. Spielsachen und andere Kleinigkeiten können im DRK-Sprungbrett abgegeben werden. Dieses vermittelt auch Möbelspenden; ein Transporter ist vorhanden.

S. Thiele

 

 

    Fotos: S. Thiele

 

 

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