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documenta-Besuch

31.08.2017

Die Philosophiekurse der Jahrgänge 11 und 12 besuchten am 28. August die documenta 14, eine der größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst weltweit, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. Ihre Betrachtungen zum Thema „Menschenbilder“ konzentrierten die Schülerinnen und Schüler in den folgenden Sätzen:

Die Menschenbilder sind vielfältig und unterscheiden sich in Entstehung oder Kontext, jedoch wird meist Kritik an den Menschen geäußert, sodass er als Zerstörer, Verbrecher, Zerstörter oder selbst Leidender dargestellt wird. (Laura)

Der Kapitalismus demoliert die Kunst. (Alicia & Lukas)

Die Kunst malt der Mensch, aber der Mensch malt nur noch sich selbst. – Dieser Satz soll darauf hinweisen, dass der Hauptinhalt der Kunst nur noch der Mensch bzw. seine Probleme sind und nicht wie früher reine „kunstvolle“ Darstellungen von etwas. Dies an sich stellt für mich schon eine beträchtliche Aussage zum heutigen Bild des Menschens über sich selbst dar. (Jannik)

Auffällig ist, dass der Mensch in der Kunst zumeist entmenschlicht dargestellt wird. (Hannah K.)

Der Mensch ist ein Wesen, welches egoistisch ist und hierbei seine Umgebung und seine Mitmenschen, ohne über Konsequenzen nachzudenken, zu seinem eigenen Wohl ausnutzt, bis es das erreicht, was es erreichen möchte. Will man absoluten Frieden, so dürfen sich keine Menschen am Ort befinden. (Michael)

Durch moderne Kunst scheinen Qualitätskriterien gänzlich verloren zu sein. (Moritz)

Obgleich (wahre) Kunst als Kommunikationsform primitiv sein mag, vermag sie den Menschen gerade aufgrund ihrer primitiven vollkommenen Freiheit zu inspirieren und somit zur fortwährenden Entwicklung beizutragen. (Thorben)

Für mich war in der Ausstellung häufig sowohl der Eindruck eines sehr kreativen als auch der eines kritischen Menschenbildes erkennbar. (Alina)

Auf der documenta 14 wird ein weltoffenes, demokratisches, tolerantes, multikuturelles Menschenbild vermittelt. (Ricarda)

Der Mensch ist weder gut noch böse, da diese Begriffe, genauso wie alles andere vom Menschen, aus individueller Perspektive benannt wurden und einzelne Begriffe relativ sind, was den Menschen unbestimmbar macht. (Carlos)

Die Kunst gibt einer stillen Kritik die Möglichkeit, sich vielschichtig auszudrücken. (Tony)

Die Sprache ist das Kommunikationsmittel des Menschen. Wo sie an Ihre Grenzen gerät, ist die Kunst eine Erweiterung der Möglichkeiten. (Benjamin)

Kunst ist die Möglichkeit, andere Menschen zum Denken anzuregen, neue Sichtweisen zu veröffentlichen und zu bilden. (Dennis)

Leben ist Kunst, Kunst ist Leben. (Zora)

Der Mensch ist nicht dazu da, um die Kunst wiederzugeben, sondern die Kunst ist dafür da, den Menschen wiederzugeben. (Leonard)

Prägt der Mensch die Kunst oder die Kunst den Menschen? (Mareike)

Kunst ist, was der Mensch nicht ist, da Kunst schafft, was der Mensch nicht schafft, denn gute Kunst zeigt den Menschen böse. (Ibrahim)

Der Mensch drückt seine Sehnsucht – z. B. nach Gerechtigkeit – in seinen Kunstwerken aus. (Avital)

Das Kunstwerk spiegelt die Anliegen, Interessen und persönlichen Erfahrungen des Künstlers wider. (Hannah Sch.)

Der Mensch ist ein Projektor, und die Kunst ist seine Leinwand. (Cajo)

Inwiefern trifft die individuelle Auffassung von Kunst Aussagen über den Charakter des betrachtenden Menschen? (Samuel)

Kunst ist etwas, was hinterfragt werden muss, um es zu verstehen. (Tomke)

Der Mensch ist das Opfer seiner selbst und die Kunst das Abbild seiner Leiden. (Carl)

 

  Fotos: A. Huber, M. Dams

 

 

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