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Winterkulturabend

Unter dem Motto „Kultur im Winter” präsentierte uns am Montag, dem 25.01.2016 der Kulturklub des Wilhelm-Gymnasiums eine umwerfende Auswahl an literarischen, künstlerischen und musikalischen Darbietungen von Schülern (und Ehemaligen) aller Altersklassen.

Zustande kam eine erfrischend bunte Mischung an Werken, die von Lesungen aus Science-Fiction-Geschichten über Kurzfilme bis zur überwältigenden Performance unseres „WG Cantorums” reichten. Der interessierte Zuschauer wurde gekonnt von den beiden Moderatorinnen Erle Blume und Merve Zengin durch den Abend geführt, während die Technik-AG im Hintergrund für Ton und perfekte Ausleuchtung sorgte.

Eingeleitet wurde der Kulturabend durch die Präsentation der Werke des Kunstkurses aus dem 12. Jahrgang. In ihrem Projekt griffen die Schüler die Thematik der Stadt und Stadtflucht in Bildern auf, die musikalisch von dem passenden Lied „Lasst uns gehen” hinterlegt wurde.
Musikalisch ging es dann auch weiter, mit einer Zusammenarbeit zwischen der Percussion-AG und dem WG Cantorum, die uns im Laufe des Abends noch häufiger begegnete. Dargeboten wurde das Stück „Exsultate cantamos festivo” von Jay Althouse, das Frau Mondry für die Konstellation aus Percussion und Gesang passend arrangiert hatte.

Von der Musik der Gegenwart wurde für die nächste Darstellung ein großer Sprung in die Zukunft und von der Erde weg in eine weit entfernte „Raumkantine” gemacht, in der uns der Autor Julius Helke Einblicke in die Gedanken eines Weltraumpiloten in „Han-Solo-Format” erlaubte. Mit dunkler Stimme und passender Beleuchtung lud uns der Autor in die düstere Welt des Außerirdischen ein und schuf mit seinen Worten eine authentische Atmosphäre des Unbekannten und Fernen, die im Lauf der Handlung den Reiz zum Weiterlesen weckte.

Nach diesem kurzen Ausflug in die extraorbitale Gedankenwelt bot der Abend dem Zuschauer mit dem Kurzfilm „Line”, der mit dem bekanntem Queen-Song „Bohemian Rhapsody” unterlegt war, wieder etwas Optisches in irdischem Format. Der Film, der sich mit seinen zwei Darstellern und Autoren Felicia Caplan und Leonard Meschter augenscheinlich um eine sehr wandlungs- und bewegungsfähige Colaflasche drehte, schaffte es, die musikalische Unterlegung auf neue und kreative Art zu interpretieren.
An „Line” reihte sich dann auch schon der nächste Film von zwei Schülern des WGs an, der im Rahmen eines Kunstkurses entstanden war. Mit „Ein Ort, wo ich noch nicht war” gelang es den Produzenten Magnus Lubkowitz und Arthur Worbes die Morgenroutine des Darstellers (Magnus) szenisch so geschickt darzustellen, dass der Zuschauer glaubte, einer vollkommen unbekannten und neuen Handlung beizuwohnen. Der Film überraschte durch intensive Perspektiven und ungewohnte Schnitte, die den Zuschauer direkt ins Geschehen warfen.

Auf dieses filmische Spektakel folgte dann die in den Abend eingegliederte Verleihung des jährlichen „Zipfelmützenwettbewerbs”, für den die Moderatorinnen des Abends ihre Mikrofone an zwei Vertreterinnen des 12. Jahrgangs, Leonie Vogel und Tessa Walther, übergaben, die die Preise zum Thema „Feuer und Wasser” an Schüler aller Altersklassen verliehen.

Nach einem Duo an Klavier und Trompete, und zwei Gedichten über Apollos Liebesleben leitete das Impromptu „Fantasie” von Chopin die Pause ein, in der die Schüler des 12. Jahrgangs für Snacks und Trinken gesorgt hatten.

Nach der Pause ging es munter weiter mit zwei Stücken der Percussion AG, von denen das zweite - The match - eine Eigenkomposition war. Darauf folgte der zweite Teil der Zipfelmützenverleihung.
Im Anschluss boten die Schüler der 10. und 11. Klasse eine Gesangsperformance des Stückes „Pompeii” dar, nach der Antonio Drewitz seinen selbst verfassten Rap „Feuerwerk im Kopf” vortrug, der den perfekten Übergang zwischen Musik und der darauffolgenden Lyrik des Ehemaligen Jonas Gawinski darstellte.
Nach einem weiteren Stück auf dem Klavier wurde zum letzten Mal am Abend ein Film vorgestellt. Zur Abwechslung handelte es sich dieses Mal nicht um ein Werk des Oberstufe, sondern um das Bewerbungsvideo der 6c für „Die Beste Klasse Deutschlands”, das nicht ohne Grund von der Jury angenommen wurde. Die Klasse um den Kunst- und Deutschlehrer Herrn Kuttig überzeugte mit einem bunten und kreativen Kurzfilm und Stopmotionformat, der mit viel Applaus bedacht wurde.
Der Abend fand dann zur Musik von Percussion AG und WG Cantorum einen gelungenen Abschluss und klang in so manch angeregten Gesprächen aus.

Hans Brakebusch

 

 

Kultur im Winter am 25.01.2016 – Impressionen

Fotos: Sophie Sonar,
U. Kuttig

 

 

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