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„KriegsVerklärung“ – Vernissage

07.02.2016

Ein zentrales Reformprogramm des Niedersächsischen Kultusministeriums ist die Förderung von hochbegabten Kindern und Jugendlichen. Für das Fach Kunst wurde im Jahr 2006 die Förderung installiert. Seitdem treffen sich einmal im Monat an einem Samstag Schülerinnen und Schüler, die im Fach Kunst außergewöhnliche Begabungen und besonderes Interesse zeigen. Das Angebot erhielt den Namen „Talentförderung ARTist“ und gilt für Gymnasien und Gesamtschulen in Braunschweig, Wolfsburg und Umgebung.

 

Die Talentförderung ARTist lädt ein zu der Ausstellung „KriegsVerklärung - Künstlerische Arbeiten zu 100 Jahren Krieg“ in der Friedenskapelle Braunschweig.

In der Friedenskapelle stellen 20 TeilnehmerInnen der Talentförderung ARTist aus: Lukas Benstem, Franziska Breitkopf, Daniela Degen, Derya Ermer, Patricia Schyda, Felina Fan, Beate Fichter, Janna Frommelt, Johanna Gebauer, Vanessa Gelbke, Lena Götzinger, Janina Junge, Leo Kraatz, Charlotte Lisney, Marie Meenen, Felix Neft, Joana Plate, Aileen Reineck, Daniel Stanikowski, Nele Tschuschke, Nika Warias.
Lehrbeauftragte: Jürgen Bernhard Kuck, Ulrich Kuttig, Silke Lask, Katharina Steinmetz.

Gezeigt werden grafische Arbeiten zu Bildpostkarten, Fotografien und Kunstwerken, die sich mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit aktuellen Bildnissen von Flüchtlingen.
Die künstlerischen Arbeiten der ARTisten sind einbezogen in großformatige Acrylgemälde zum Zweiten Weltkrieg, die als „Bilder gegen das Vergessen“ 1998 bis 2001 von Leistungskursen des Gymnasiums Raabeschule gemalt wurden und seither als Dauerausstellung in der Friedenskapelle hängen.

Im Dialog mit der Dauerausstellung ermöglicht die Kunst der ARTisten die Reflexion über 100 Jahre Krieg. Die künstlerische Aufarbeitung der Schrecken des Krieges und seiner manipulativen Verklärung stehen im Kontext der „Kriegserklärung“ an den „IS“. Die Erinnerungskultur gewinnt durch die jüngsten Ereignisse und die Diskussionen über Kriegsopfer und Flüchtlinge unerwartet Aktualität. Die großformatigen gemalten Bildnisse von Zwangsarbeiterinnen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs treten in einen Dialog mit den kleinformatigen grafischen Bildnissen von Flüchtlingen der Gegenwart. Die komplementäre Präsentation vergangener und gegenwärtiger Gesichter des Krieges fordert Diskussionen und Stellungnahmen heraus.

Ausstellungsdauer: 4. Februar bis 6. März 2016

Ort: Friedenskapelle Braunschweig Plan

Öffnungszeiten: Dienstag 10.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag 15.00 bis 18.00 Uhr

 

J. Kuck

 

 

Bilder von der Ausstellungseröffnung am 04.02.2016

Fotos: U. Kuttig

 

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