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ROM – Ein Streifzug durch die ewige Stadt

Die Ankunft

Nach 17 Stunden und 19 Minuten Zugfahrt betraten - die meisten von uns zum ersten Mal - morgens um 8.19 Uhr römischen Boden. Da wir erst gegen Mittag unser Hotel beziehen konnten traten wir mit erheblichen Ermüdungserscheinungen einen ersten Orientierungsspaziergang durch die Stadt an.

Nach einem Erholungsschlaf besuchten wir dann am Nachmittag das Palazzo Massimo alle Therme – eine Abteilung des Nationalmuseums von Rom. Dort konnten wir hellenistische und römische Skulpturen sowie römische Wandmalereien bewundern. Als abendliches Programm lernten wir den Charme des Trevibrunnens sowie der spanischen Treppe kennen, wo sich bis spät in die Nacht  Menschen aller Länder und Altersstufen zusammenfinden und dort das römische Flair genießen.

Römertour

Nach einem gewöhnungsbedürftigen, etwas spärlichen römischen Frühstück machten wir uns auf, die Wahrzeichen Roms zu entdecken. Vorbei am imposanten Monumento Nazionale, einem an der Piazza Venenzia gelegenen Militärdenkmal, gelangten wir zum Kapitol. Über die Via sacra ging es zum Forum Romanum, dem Zentrum des politischen, religiösen, wirtschaftlichen und gerichtlichen Lebens im alten Rom. Dort sind heute noch mehr oder weniger gut erhaltene Reste von antiken Basiliken, Tempeln und Triumphbögen erhalten. Die "Römertour“ führte uns anschließend auf den Palatin, von dem aus wir einen Blick auf den Circus Maximus hatten und zum legendären Colosseum. Weiter ging es zum  "Mund der Wahrheit", der sich in der Vorhalle der Santa Maria befindet. Der Sage nach wird die Hand desjenigen "abgebissen", der mit der Hand im Mund des Gesichtes lügt. Wagemutig reihten wir uns in die Schlagen der Touristen ein.

Ostia Antica

Am Dienstag fuhren wir mit dem Zug nach Ostia Antica. In dieser ehemaligen Hafenstadt nahe Rom kann man das Wesen und die Geschichte einer antiken Stadt noch besonders anschaulich erleben. Bei unserem Streifzug durch die Ruinen entdeckten wir neben einfachen römischen Wohnhäusern auch Tabernen, antike Toiletten und ein Theater. Nach anfänglichen Regenschauern klarte der Himmel dann doch noch soweit auf, dass wir am Nachmittag von Ostia aus ans Meer fuhren. Dort konnten wir uns am Strand, oder - aus Sicherheitsgründen nur im bis zum Knie hohen Wasser - entspannen.

Im Vatikan

Bei nicht allzu gutem Wetter machten wir uns mittwochs  auf den Weg zum Vatikan.

Der erste Weg führte uns über die Engelsbrücke direkt auf den Petersplatz. Dort hatten wir das Glück den Papst einmal "live“ zu erleben, wenn auch nur erahnend, als einen sehr kleinen weißen Punkt in weiter Ferne. Nach der Messe – von der wir allerdings nur die wenigen deut­schen Sätze verstanden- machten wir uns auf den Weg zum Vatikanischen Museum. Der Weg dorthin war nicht zu verfehlen, denn schon drei Strassen vorher mussten wir uns in eine mehrer hundert Meter lange Menschenschlange einreihen. Das lange Anstehen wurde aber be­lohnt. In dem großen Museumskomplex befindet sich die Sixtinische Kapelle mit dem von Michelangelo gestalteten Deckengewölbe, bedeutende Gemälde wie die "Philosophenschule“ von Raffael, aber auch Skulpturen und andere Exponate. Zurück auf dem Petersplatz entschieden wir - im Rückblick muss man sagen "leider"- beim Anblick der Menschmengen, die sich in den Petersdom drängten und der unglaublichen Hitze, uns lieber auf der spanischen Treppe zu entspannen. Am Abend ging es dann nach Trastevere, dem Stadtviertel hinter dem Tiber.

Der letzte Tag

Dies war unser letzte Tag in Rom. Am Vormittag besuchten wir die Domitilla - Katakombe. Diese unterirdischen Gräber erstrecken sich über ein Netz von 15 Kilometer unter Rom. Als letzten Programmpunkt unser Reise besuchten wir die Villa Borghese. Hier sind neben be­deutenden Gemälden auch zahlreiche Skulpturen, wie z.B. Apoll und Daphne ausgestellt. Damit endete schließlich unsere Streifzug durch Rom und wir machten uns auf in Richtung Heimat. Trotz  eines sehr umfangreichen Programms und einiger Verzögerungen war es ein bonum iter. Und jeder der diese wunderschöne Stadt einmal erlebt hat, wird zurückkehren, denn alle Wege führen nach Rom.

(Friederike Bothe, Abitur 2006)

 

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