Eine nachgetragene Reise –
Der Schüleraustausch mit Megara blüht wie eh und je

Wie lässt sich ein Trauma von Art und Ausmaß des 11. Septembers überwinden? Durch Analyse, Diskurs und Entschluss – aber auch durch konkrete Schritte. Während die griechischen Eltern im Herbst letzten Jahres nicht daran denken wollten, ihre Kinder in ein Flugzeug steigen zu lassen, obwohl die Tickets längst bereitlagen, war in diesem Frühjahr die Zuversicht  wieder so weit gewachsen, dass der internationale Schüleraustausch fortgesetzt werden konnte. So startete am 2. März 2002 eine stattliche Gruppe griechischer Schülerinnen und Schüler aus Megara zu einer nachgetragenen Reise nach Braunschweig. Unter Frau Thieles tatkräftiger, vorausschauender und einfallsreicher Regie entwickelte sich in den zehn erlebnisreichen Tagen am WG ein überaus herzliches Miteinander von Schülern, Eltern, Lehrkräften und vielen Freunden und Förderern unseres Griechenland-Austauschs.
Den griechischen Lehrkräften, der Direktorin des Gymnasiums Megara Frau Maria Tzei und ihrem Kollegen Konstantinos Giounzelis, den griechischen Mädchen und Jungen, aber auch vielen von uns „WGlern“ erschien die an sich kurze gemeinsame Zeit am Ende wie ein bunter und reicher Kosmos.

Viel zum Gelingen dieses Besuchs haben – wiederum – die gastgebenden Eltern unserer Schülerinnen und Schüler beigetragen. Ihnen dankt die Schule sehr!

Thamm van Balen

Austausch mit Megara 2002

Anfang März waren zum zweiten Mal Schüler und Lehrer aus Megara in Griechenland am WG zu Gast, nachdem der Besuch wegen der Terroranschläge am 11. September zunächst einmal abgesagt werden musste. Die Gäste wurden in Familien beherbergt und lernten so das Leben in Deutschland hautnah kennen. Ihnen wurde ein umfangreiches Programm geboten: Eine Führung im Rizzi-Haus und durch Braunschweig, ein Empfang durch die Stadt, eine Fahrt nach Potsdam mit Besichtigung von Schloss Sanssouci, ein Besuch der Autostadt und eine Fahrt nach Goslar. An mehreren Abenden feierten wir in Familien und in der griechischen Gemeinde, natürlich auch mit griechischen Tänzen. Ein Höhepunkt war auch das Konzert des griechisch-deutschen Duos „Canción“ in der Aula des WG. Außerdem hatten die griechischen Schüler die Gelegenheit, die Schule und den Unterricht kennenzulernen. Die Wochenenden gestalteten die Familien individuell. Unsere Gäste waren so begeistert, dass sie am Ende überhaupt nicht nach Hause zurück wollten, obwohl sie dort 25º C erwarteten.

Danach blieben gerade drei Tage zum Kofferpacken, und schon flog die deutsche Gruppe nach Megara. Das Wetter war diesmal zwar teilweise auch dort noch wechselhaft, aber dies wurde durch den herzlichen Empfang und die interessanten Unternehmungen mehr als ausgeglichen. So erlebten wir, wie in Griechenland Karneval, der „Aschermontag“ und der Nationalfeiertag begangen werden. Wir unternahmen schöne Exkursionen nach Loutraki an den Strand und nach Mykene, Epidauros und Nafplion. Mehrmals waren wir in Athen, wo man sich nach anstrengenden, aber interessanten Besichtigungen der Akropolis und des Nationalmuseums beim „Shoppen“ entspannen konnte. An den Wochenenden und Feiertagen gestalteten die Gastfamilien das Programm selber. Natürlich haben wir abends auch oft gefeiert. Insgesamt war diese Fahrt wieder ein großartiges Erlebnis, das geprägt war von der sprichwörtlichen griechischen Gastfreundschaft.

Aus der Partnerschaft zwischen unseren Schulen hat sich eine echte Freundschaft entwickelt, und wir freuen uns auf den nächsten Besuch!

Ich möchte noch einmal allen Eltern, Schülern und Kollegen danken, die bei den verschiedenen Verkaufsaktionen, Festen und sonstigen Aktivitäten tatkräftig und finanziell mitgeholfen haben. Ohne Ihre und Eure Hilfe wäre der Austausch nicht erfolgreich durchzuführen gewesen!

Thiele

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