Begrüßung unserer griechischen Gäste

durch den Schulleiter am 18.09.00

(von Frau Gavrilis freundlicherweise simultan ins Neugriechische übersetzt)

 

Liebe Gäste, liebe Gastgeber!

Hier in der Eingangshalle unserer Schule, in der jede Begegnung mit dem Wilhelm-Gymnasium ihren Anfang nimmt, möchte ich Sie, liebe Frau Stergiou, lieber Herr Panagiotakis, lieber Herr Kontoudis, und euch, liebe Schülerinnen und Schüler aus Megara, herzlich willkommen heißen. Ich begrüße auch die Schülerinnen und Schüler, die in den nächsten zwei Wochen unsere verehrten Gäste betreuen werden.

Das Wilhelm-Gymnasium schätzt die griechische Tradition außerordentlich! Am Wilhelm-Gymnasium kann ein Braunschweiger Schüler das klassische Griechisch erlernen; hier werden auch die Studenten geprüft, die ein nachträgliches Examen im Altgriechischen ablegen müssen. Immer wieder zeigen unsere Schülerinnen und Schüler, dass es sich lohnt, die Welt des klassischen Griechenlands kennenzulernen. Einige Schüler nehmen sogar lange Wege aus anderen Städten in Kauf, nur um hier am Wilhelm-Gymnasium in den Alten Sprachen Griechisch und Latein unterrichtet zu werden.

Nun freuen wir uns besonders darüber, dass durch Euren Besuch eine Begegnung mit dem Griechenland der heutigen Zeit möglich ist.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland sind gekennzeichnet von der Katastrophe des 2. Weltkriegs und der Schuld, die Deutschland durch diesen Krieg auf sich geladen hat. Auch Griechenland hat sehr unter diesem Krieg gelitten und leidet an den Folgen zum Teil noch bis heute. Die Beziehungen zwischen beiden Völkern sind aber auch gekennzeichnet durch einen Neuanfang im Zeichen der Verständigung und der europäischen Integration. In diesem positiven Prozess der Annäherung haben Griechenland und Deutschland eine wichtige Rolle übernommen.

Wir Lehrerinnen und Lehrer des Wilhelm-Gymnasiums wünschen uns, dass Euer Besuch mit dazu beiträgt, die Sympathie beider Völker füreinander zu vertiefen. Es ist sehr wichtig, dass die deutschen und die griechischen Jugendlichen die benachbarten Nationen kennenlernen. Sie sollen lernen, die Unterschiede zwischen der eigenen Lebensweise und der Lebensweise der Nachbarn als wertvolles Gut zu schätzen. Es ist meine große Hoffnung, dass die Jugendlichen unserer beiden Völker die europäische Einigung aus eigener Kraft weiter vorantreiben.

Ich danke den griechischen Schülerinnen und Schülern dafür, dass sie eine lange und anstrengende Reise unternehmen, um uns hier zu besuchen. Ich danke Frau Stergiou, Herrn Panagiotakis und Herrn Kontoudis dafür, dass sie diese Reise vorbereitet haben und durchführen. Ich danke Frau Thiele für ihre vielfältige Planungsarbeit und für die Gestaltung der nächsten beiden Wochen. Ich danke unseren Schülerinnen und Schülern, die sich auf unsere Gäste schon lange gefreut haben und die sich große Mühe gegeben haben, die gemeinsamen Unternehmungen vorzubereiten. Und schließlich danke ich den Eltern in beiden Ländern, die dieses Treffen durch ihre freundliche Hilfe unterstützen.

Nun ist es an der Zeit, Euch zwei erlebnisreiche und interessante Wochen zu wünschen. Es soll eine Zeit werden, in der viel gearbeitet und gelernt, aber auch viel gefeiert und gelacht wird!

Ich bin ganz sicher, dass dies gelingt!

Th

 

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